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Kunst

Europäischer Großeinsatz sichert tausende gestohlene Kunstwerke

Kontrollen in Galerien, bei Internethändlern, auf Schiffen und Flugzeugen - bei der "Operation Pandora" sollen mehr als 3500 Schätze gerettet worden sein. Darunter sind bedeutende archäologische Kulturgüter.

Gemeinsam gegen Kunsträuber - die europäischen Ermittler der Operation "Pandora" griffen gleich in mehreren Ländern zu. Federführend seien dabei die Polizei in Spanien und Zypern gewesen, mit Unterstützung aus 16 weiteren Ländern, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bereits im Oktober und November vergangenen Jahres wurden bei der Operation in einem europaweiten Großeinsatz mehr als 3500 Kunstwerke aufgespürt und 75 Verdächtige festgenommen, wie Europol nun mitteilte. Allein bei den Einsätzen in der südspanischen Stadt Murcia und auf Zypern seien rund 1900 Fundstücke sichergestellt worden, darunter aus Museen gestohlene Kunstschätze.

Der Gesamtwert der Werke bedarf noch der genaueren Prüfung. Fest steht jedoch, dass viele der sichergestellten Kulturgüter von großem archäologischen Wert seien, darunter ein marmorner osmanischer Grabstein, eine post-byzantinische Ikone des Heiligen Georg und hunderte Münzen.

Bei der internationalen Aktion sollen ganze kriminelle Netzwerke und Kunstschmuggel aus Konfliktzonen aufgedeckt worden sein. Nach Einschätzung der UNESCO stellt der illegale Handel mit Artefakten heute die drittgrößte illegale Erwerbsquelle dar, die auch Terrororganisationen unterstütze. 

 

nw/pj (AFP/DPA/Europol)