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Kultur

Europäischer Filmpreis für Agnès Varda

Die französische Filmemacherin wird mit dem Europäischen Filmpreis für ihr Lebenswerk geehrt. Damit würdige man Agnès Vardas Schlüsselrolle in der europäischen Filmlandschaft, teilte die Jury mit.

Die Arbeit der Regisseurin und Autorin habe auch die Welt der Kunst maßgeblich geprägt, begründete die Europäische Filmakademie am Donnerstag in Berlin die Entscheidung weiter. Varda gilt als eine der wichtigsten Köpfe des modernen Films und eine der führenden Filmemacherinnen Europas. Kritiker titulieren die 86-Jährige gern als "Großmutter der Nouvelle Vague".

Im Laufe ihrer Karriere drehte Agnès Varda mehr als 30 Kurz-, Dokumentar- und Spielfilme, darunter "Die Zeit mit Julien", "Glück aus dem Blickwinkel des Mannes" und "Vogelfrei". Den Preis für ihr Lebenswerk wird sie am 13. Dezember in der lettischen Hauptstadt Riga persönlich bei der Filmpreis-Gala entgegennehmen.

Naive Herangehensweise

Agnès Varda wurde am 30. Mai 1928 in Brüssel als Tochter eines Griechen und einer Französin geboren, zog aber 1940 mit ihrer Familie nach Frankreich um. Sie studierte Kunstgeschichte und Fotografie in Paris. In ihrer Jugend habe sie keine Filme angeschaut, sagte sie mal in einem Interview. "Vielleicht hätte ich mich sonst nie ans Drehen gewagt. So bin ich dumm und naiv an die Filmerei herangegangen."

Für ihre Arbeit hat Varda schon mehrere Preise bekommen, unter anderem 2002 den "Prix René Clair" der Französischen Akademie; 2009 wurde sie mit der höchsten Auszeichnung Frankreichs, dem Verdienstorden, geehrt.

suc/az (dpa/egs)

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