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Fußball

Euro-Klubs wehren sich gegen größere WM

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 könnte das Teilnehmerfeld um 16 Teams erweitert werden. Das würde bedeuten: mehr Spiele, mehr Aufmerksamkeit - und mehr Profit. Doch die europäischen Vereine sind dagegen.

ECA Generalversammlung Karl-Heinz Rummenigge (Getty Images/AFP/F. Coffrini)

ECA-Vorsitzender Karl-Heinz Rummenigge stellt sich gegen eine Erweiterung des WM-Teilnehmerfeldes

Die Vereinigung der europäischen Fußballklubs ECA, ein Zusammenschluss von 220 Spitzenklubs des Kontinents, hat sich in einem Brief an den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino klar gegen eine größere Teilnehmerzahl bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ausgesprochen. Die Zahl der Spiele, die Profi-Fußballer und insbesondere Nationalspieler pro Saison absolvieren müssen, sei bereits zu hoch, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag.

"Wir müssen den Sport wieder mehr in den Mittelpunkt stellen. Politik und Kommerz dürfen im Fußball nicht zur exklusiven Priorität werden", erklärte der Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge. "Im Sinne der Fans und der Spieler fordern wir, das Teilnehmerfeld bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht weiter zu vergrößern."

Entscheidung könnte bald fallen

Infantino plant, bei dem Turnier in zehn Jahren, dessen Austragungsort noch nicht festgelegt ist, erstmals 48 statt wie bislang 32 Nationalmannschaften zuzulassen. Bereits am 10. Januar könnte der Beschluss auf der nächsten Sitzung des FIFA-Council in Zürich gefasst werden. Um den Überlastungssorgen der Vereine entgegenzuwirken, hatte Infantino bereits angeboten, nur drei Teams pro Vorrundengruppe einzuplanen und die Gruppenanzahl entsprechend zu erhöhen. So würde keine Mannschaft - wie bisher - mehr als sieben Spiele bestreiten.

Die europäischen Vereine werden wahrscheinlich die Arbeitgeber für einen Großteil der Spieler sein, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Zahlen der ECA zeigen, dass bei der letzten Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 mehr als 75 Prozent der teilnehmenden Spieler auf den Gehaltslisten der europäischen Klubs standen.

Zuletzt hatte sich der deutsche Bundestrainer Jogi Löw gegen die Pläne Infantinos gestellt. "Ich glaube, dass die Zuschauer und Fans nicht unendlich viele Spiele mehr sehen wollen, sondern sie wollen Qualität sehen", sagte er im Interview mit dem ZDF.

mrk/ck (dpa, AP)

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