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Wirtschaft

Euro-Boom – europäische Währung steigt über 90 US-Cent

Es war ein ruhiger Tag an der Deutschen Börse. Mal ging es etwas rauf, dann wieder etwas runter. Kursbeeinflussende Nachrichten fehlten weitgehend.

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Gegen Nachmittag setzte sich dann aber doch ein negativer Trend durch, nachdem auch die Wall Street die deutsche Börse nicht mitziehen konnte.

Der DAX schloss bei 4.909 Punkten, ein Minus von 57 Zählern oder 1,1 Prozent. Besonders am Neuen Markt lautete "Verkaufen" die Devise des Tages. Der Nemax50, er fasst die wichtigsten Aktien am Neuen Markt zusammen, verlor 36 Zähler oder 3 Prozent auf 1.156 Punkte.

Dabei hatte es halbwegs gute Konjunkturdaten aus den USA gegeben. Die Industrieproduktion in den USA sank im November unerwartet gering um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Die Analysten hatten einen Rückgang um 0,7 Prozent erwartet. Begeistert waren die Anleger dennoch nicht - "Ein Rückgang ist ein Rückgang", werden sie sich gesagt haben.

Die Verlierer in Dax waren über alle Branchen breit gestreut und zahlreich. Nur bei den Gewinner konnte sich ein Unternehmen absetzen. Es war die Lufthansa mit plus 1,0 Prozent. Sie hatte am Donnerstag noch die Verliererliste angeführt, nachdem die irische Fluglinie Ryanair einen Preiskampf in Deutschland angekündigt hatte. Am Freitag haben die Analysten nun etwas genauer hingeschaut und festgestellt, dass die Lufthansa einen Großteil ihres Gewinns mit Auslands- und nicht mit Inlandsflügen erwirtschaftet. Die Lufthansa-Inlandsflüge seien defizitär, schrieb Merrill Lynch-Analyst Anthony Bor. Da sei es nicht schlimm, wenn ein Teil davon an die Ryanair verloren ginge. Der Lufthansa-Kurs profitierte am Freitag auch davon, dass die EU-Kommission die geplante Kooperation mit der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (AuA) genehmigen will.