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Podcast Wirtschaft

EU zwischen Krise und Aufschwung (05.05.2014)

EU-Kommission geht vom Ende der Krise aus +++ Menschen in Griechenland bleiben trotz positiver Prognose skeptisch +++ Lettland muss sich mit dem Euro noch anfreunden

Audio anhören 15:53

Wirtschaft (05.05.2014)

"Die Krise ist vorbei - jetzt geht es wieder aufwärts." So oder ähnlich klingt es seit Monaten aus Brüssel und Berlin. Aber kann man wirklich davon ausgehen, dass die großen Probleme der Euro-Zone jetzt der Vergangenheit angehören? Bei der EU-Kommission glaubt man offenbar fest daran; die positive Prognose, die am Montag (05.05.2014) vorgelegt wurde, scheint das zu untermauern.

Auch Griechen warten auf den Aufschwung

Nicht nur in den Prognosen der Experten soll es der Wirtschaft besser gehen - viele Menschen hoffen, dass die guten Aussichten dann auch tatsächlich bei ihnen ankommen. Vor allem in Griechenland, dem Land, das von der Euro-Krise wohl am schwersten getroffen wurde, ist das so. Auf dem Papier ist das berühmte "Licht am Ende des Tunnels" bereits da: Der griechische Staat soll im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Euro mehr eingenommen haben, als er für seine Kernaufgaben ausgegeben hat. Nur: Die Menschen im Land spüren davon bisher nicht viel.

Lettland: Gewöhnung an den Euro dauert noch

Neben Ländern wie Deutschland, die vergleichsweise gut durch die Krise gekommen sind und Ländern wie Griechenland, die besonders stark darunter leiden, gibt es noch eine dritte Gruppe: Länder wie Lettland, die erst seit relativ kurzer Zeit zur Europäischen Union gehören. Vor fast genau zehn Jahren gab es in der EU die letzte große Erweiterungsrunde, damals sind auch die Letten aufgenommen worden. Und das Land ist zu Beginn dieses Jahres sogar noch einen Schritt weitergegangen – zum 1. Januar hat Lettland den Euro als Landeswährung eingeführt. Die Entscheidung „Pro Euro“ ist also mitten in der Krise gefallen. Viele Menschen in der Hauptstadt Riga zweifeln allerdings, dass die Entscheidung für den Euro eine wirklich gute war.

Redakteur am Mikrofon: Jörg Brunsmann

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