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Top-Thema – Podcast

EU will vergiftetes Spielzeug verbieten

In letzter Zeit mussten Spielzeughersteller mehrfach ihre Waren vom Markt nehmen , weil darin gefährliche Stoffe gefunden worden waren. Mit einem Gesetz will die EU nun vergiftetes Spielzeug verbieten.

Ein Spielzeugauto und eine Barbie-Puppe

Gefährlich: Vergiftetes Spielzeug etwa aus China kam 2007 öfter in den Handel

Giftige Puppen, Teddybären mit losen Augen und kleinteiliges Spielzeug sollen in Zukunft nicht mehr in Kinderhände gelangen. Das besagt der Entwurf einer neuen Richtlinie für Spielzeug. Die Pläne der Brüsseler Behörde fordern neue Verbote und strengere Grenzwerte für giftige Stoffe. Im vergangenen Jahr hatte es viele spektakuläre Rückrufe von gefährlichem Spielzeug gegeben.

Günther Verheugen von der Europäischen Kommission sagt, es sei Zeit für eine Aktualisierung der Regelungen. "Wo es um die Gesundheit und Sicherheit unserer Kinder geht, darf es keine Kompromisse geben."

Der Entwurf beinhaltet unter anderem das Verbot von Stoffen, die Krebs erregen oder das Erbgut verändern können. Außerdem sollen die Staaten der EU zu einer stärkeren Kontrolle im eigenen Land und an den EU-Außengrenzen verpflichtet werden. Notfalls soll es Sanktionen gegen Hersteller geben, die sich nicht an die neuen Regeln halten.

Verbraucherschützer begrüßen den Gesetzesvorschlag. Sie kritisieren aber, dass er noch nicht genüge und zu viele Kompromisse mit der Industrie eingehe. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) kündigt an, dass Deutschland sich in den kommenden Verhandlungen für weitere Verbesserungen einsetzen werde.


GLOSSAR

etwas vom Markt nehmen – etwas nicht mehr verkaufen

lose – locker

kleinteilig – aus vielen kleinen Teilen bestehend

Entwurf, der – Vorschlag, Konzept

Richtlinie, die – die Regel

Grenzwert, der - hier: ein Wert, der nicht überschritten werden darf

Rückruf, der – die Aufforderung, dass etwas zurück zum Hersteller geschickt werden muss

Kompromiss, der – die Lösung in einem Streit, bei der die Gegner Forderungen der anderen Seite akzeptieren müssen

Krebs, der – hier: eine schwere Krankheit, bei der Organe des Menschen geschädigt und zerstört werden

erregen – hier: verursachen

Erbgut, das – das biologische Material, das jeder Mensch besitzt und an die Nachkommen weitergibt, Gene

EU-Außengrenze, die – die Landesgrenze zwischen einem EU-Land und einem Land, das nicht zur EU gehört

Sanktion, die – die Bestrafung

Verbraucherschützer, der – jemand, der Menschen über Gefahren bestimmter Produkte informiert

etwas begrüßen – hier: etwas positiv aufnehmen; etwas zustimmen

sich für etwas einsetzen – sich für etwas engagieren, etwas unterstützen


Fragen zum Text

Die neue Richtlinie für Spielzeug fordert strengere Grenzwerte für …

1. Rückrufe.

2. Gefahrenstoffe.

3. Verbote.

Einige giftige Stoffe in Spielzeug können …

1. ihre Farbe ändern.

2. Kompromisse eingehen.

3. Krebs erregen.

Begrüßt jemand etwas, dann …

1. winkt er/sie jemandem zu.

2. stimmt er/sie etwas zu.

3. wendet er/sie sich von etwas ab.

Arbeitsauftrag

Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Hersteller für Spielzeug. Wegen des geplanten Gesetzes möchten Sie ein neues Spielzeug produzieren, das den Regeln entspricht. Was für ein Spielzeug würden Sie entwickeln? Eine Puppe, ein Spielzeugauto, einen Kasten mit Bausteinen, einen Teddy oder einen Roller? Überlegen Sie sich dazu ein besonderes Merkmal, das Ihr Spielzeug einzigartig macht und stellen Sie Ihre Pläne dann Ihrem Kurs vor.

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