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Landwirtschaft

EU schlägt Glyphosatverlängerung um fünf Jahre vor

Im Streit um die erneute Zulassung des Unkrautvernichtungsmittels schlägt die EU-Kommission nun eine Verlängerung um fünf Jahre vor. Damit rückt sie von den bisher geforderten sieben Jahren und davor zehn Jahren ab.

Nachdem ein Votum unter den Mitgliedsländern am Mittwoch ergebnislos verlaufen ist, schlägt die EU-Kommission den Mitgliedstaaten nun vor, "die Genehmigung für Glyphosat für fünf Jahre zu erneuern", so eine Sprecherin. Eine Abstimmung der EU-Regierungen im zuständigen Fachausschuss ist demnach am 9. November geplant. 

Um die Verlängerung des weltweit verbreiteten Unkrautvernichtungsmittels wird seit Jahren zäh gerungen, weil es in wichtigen Ländern der Europäischen Union keine klare Haltung zu Glyphosat gibt.

Wissenschaftliche Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen, ob Glyphosat krebserregend sein könnte oder nicht. Während eine Studie der Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend einstuft, bestätigen Untersuchungen von europäischen Lebensmittelsicherheits- und Chemiebehörden sowie aus Kanada und Japan den Verdacht nicht. 

In Deutschland arbeitet die Bundesregierung nach der Wahl nur noch geschäftsführend und muss bei Festlegungen vorsichtig sein. Zudem gibt es Streit zwischen den Ministerien, weshalb man sich bei einer Abstimmung in Brüssel enthalten müsste. Die Zeit drängt, da die derzeitige Genehmigung nur noch bis Mitte Dezember läuft.

ie/cr (afp, rtr)

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