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Europa

EU schickt Soldaten nach Tschad und Zentralafrika

Die Europäische Union hat den Startschuss für den größten Militäreinsatz ihrer Geschichte gegeben: eine Mission im Osten des Tschad und in der Zentralafrikanischen Republik mit 3700 Soldaten.

Sudanesische Flüchtlinge überqueren die Grenze zum Tschad (AP Photo/Karel Prinsloo)

Sudanesische Flüchtlinge überqueren die Grenze zum Tschad

Bewohner eines Flüchtlingslagers im Tschad Foto: Kobi Wolf/zReportage.com/ZPress +++(c) dpa - Report+++

Schulkinder in einem Flüchtlingslager im Tschad (Archiv-Fotos)

Die EU-Außenminister trafen am Montag (28.01.2008) in Brüssel den Beschluss zur Entsendung der rund 3700 Soldaten. Ziel der Mission ist laut EU-Angaben der Schutz von Flüchtlingen aus dem Sudan und von Vertriebenen aus dem Tschad. Die EU-Soldaten sollen gewährleisten, dass humanitäre Helfer arbeiten können. Sie sollen dazu auch den in der Region stationierten rund 300 UN-Polizisten Schutz bieten und ihre Bewegungsfreiheit sichern.

Russland und Ukraine helfen aus

Die ersten Soldaten sollen nach Angaben von EU-Diplomaten bereits in den kommenden Tagen in den Tschad entsendet werden. Bereits Anfang März soll die Truppe vorläufig einsatzbereit sein. Die volle Einsatzbereitschaft werde für Anfang Mai angestrebt, hieß es in Brüssel.

Der britische Außenminister David Miliband informiert die Medienvertreter in Brüssel (AP Photo/Yves Logghe)

Der britische Außenminister David Miliband informiert die Medienvertreter in Brüssel

Die von den Vereinten Nationen gebilligte Mission ist auf ein Jahr befristet. Ursprünglich sollte sie bereits früher anfangen. Aber die EU-Staaten hatten Mühe, die erforderliche Zahl an Soldaten und vor allem an Ausrüstung zusammen zu bekommen. Zuletzt fehlte es an wüstentauglichen Hubschraubern. Diese Lücken wurden durch Zusagen Russlands und der Ukraine ausgefüllt.

Frankreich stellt die meisten Soldaten

Insgesamt beteiligen sich 14 EU-Staaten an dem Einsatz, Deutschland ist nicht dabei. Die meisten Soldaten kommen aus Frankreich. Von dort kommen 2000 Mann. Irland und Polen entsenden jeweils 400 Soldaten.

Die Militärmission steht unter dem Befehl des irischen Generals Patrick Nash. Das Hauptquartier ist in Frankreich angesiedelt. Die Kosten für den Einsatz werden von EU-Diplomaten auf 119 Millionen Euro beziffert. (mas)

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