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Wirtschaft

EU-Kommission erwartet stärkeres Wirtschaftswachstum

Mit Konjunkturprognosen von 2,2 Prozent für Deutschland und 2,7 Prozent für die Europäische Union hat die EU-Kommission ihre früheren Schätzungen deutlich nach oben korrigiert. Grund zur Euphorie gibt es aber nicht.

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Wieder mehr Geld für Konsum

Mit den höchsten Wachstumsraten seit dem Boom der New Economy um die Jahrtausendwende rechnet die EU in diesem Jahr. Um 2,7 Prozent wird die europäische Wirtschaft in diesem Jahr wachsen, sagte EU-Kommissar Joaquin Almunia voraus. Er erhöhte damit seine eigene Prognose vom Mai um 0,4 Prozent. Das starke Wirtschaftswachstum werde auch 2007 anhalten, glaubt Almunia, auch wenn es einige Risiken gebe.

Unterstützung für Mehrwertsteuer-Erhöhung

In Deutschland bleibt das Wirtschaftswachstum 2006 unterdurchschnittlich bei immerhin 2,2 Prozent. Das ist ein halbes Prozentpunkt mehr als bei der letzten Vorhersage im Mai. Im kommenden Jahr werde das Wachstum in Deutschland weiter anhalten, so die EU-Kommission. Zwar werde die Mehrwertsteuererhöhung Anfang 2007 die Entwicklung etwas bremsen, aber dafür würde vorgezogener Konsum das Wachstum im nächsten Quartal steigern. "Nach unseren Schätzungen wird die Mehrwertsteuererhöhung sich neutral auswirken, aber sie ist natürlich sehr gut für die Sanierung der öffentlichen Haushalte," meint Almunia.

Hoher Ölpreis nicht so schlimm wie befürchtet

Der seit 2005 um 80 Prozent gestiegende Ölpreis hat sich nach Meinung der EU-Kommission weniger dramatisch auf die Konjunktur ausgewirkt als noch im Frühjahr befürchtet."Diese Verbesserungen und das Wachstum zeigen, dass die Wirtschaft sich mehr auf interne Nachfrage der Konsumenten verlassen kann", sagt Almunia, "und gegenüber dem starken Anstieg der Ölpreise recht unempfindlich ist."

Die Inflationsrate in der EU liegt leicht über dem Zielwert von zwei Prozent. Das hält Almunia allerdings für kein großes Problem. Die Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent in Deutschland könnte die Preise verteuern und zu einer höheren Inflationsrate in der größten Volkswirtschaft der EU führen.

Verglichen mit anderen Regionen in der Welt hinkt Europa beim Wachstum immer noch hinterher. Die Weltkonjunktur wird in diesem Jahr laut Internationalem Währungsfonds um 4,9 Prozent wachsen, angetrieben von China und Indien.

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