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Deutschland

EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erhält Hessischen Friedenspreis

Unter anderem der Dalai Lama und Barenboim waren schon Preisträger, nun reiht sich Mogherini in den erlauchten Kreis ein. Ausgezeichnet wird sie für ihr großes Engagement für den Frieden in der Golf-Region.

Mit der Verleihung des Hessischen Friedenspreises 2016 würdigt das Kuratorium das Engagement Federica Mogherinis (Artikelbild) in den äußerst schwierigen Verhandlungen im Streit um das iranische Atomwaffenprogramm. Die 43-jährige Italienerin habe entscheidenden Anteil am Zustandekommen der Atomvereinbarung gehabt, betonten der Kuratoriumsvorsitzende Karl Starzacher sowie Professorin Nicole Deitelhoff von der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung.

Militärischen Konflikt verhindert

Durch die Unterzeichnung der Atomvereinbarung nach 15 Jahre dauernden Verhandlungen im Juli 2015 habe ein militätischer Konflikt im Nahen Osten vermieden werden können, hieß es in der Begründung. Mogherini ist seit 2014 Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik. Zuvor war die Sozialdemokratin italienische Außenministerin.

Die Auszeichnung mit dem mit 25.000 Euro dotierten Preis gab der hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU)  in Wiesbaden bekannt. Die Preisverleihung findet am 19. Juli statt, nicht wie sonst üblich im Hessischen Landtag, sondern in der hessischen Landesvertretung in Brüssel. Die Laudatio soll die hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich (CDU), halten. Nach Angaben der Pressestelle des Hessischen Landtags war die Verleihung des Friedenspreises 2016 aufgrund von Terminkollisionen in das Jahr 2017 verlegt worden.

Illustre Vorgänger

Der Hessische Friedenspreis wird seit 1994 verliehen. Zu seinen Trägern gehören der Dalai Lama, der Dirigent und Pianist Daniel Barenboim, der frühere Bremer Bürgermeister und Balkan-Vermittler Hans Koschnick und der ehemalige UN-Chefwaffeninspekteur im Irak, Hans Blix. Zuletzt erhielt den Preis die Vorsitzende der "Soldatenmütter von St. Petersburg", Ella Poljakowa. Ins Leben gerufen wurde die Auszeichnung vom ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Albert Osswald und einer von ihm gegründeten Stiftung.

ww/kle (apd, epd, dpa, kna)

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