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Nahost

Etwa 80 Tote bei Anschlägen im Irak

Bei Attentaten im Irak wurden zahlreiche Menschen getötet, darunter viele iranische Pilger. Der meistgesuchte Terrorist des Landes soll in Bagdad gefasst worden sein. Es gibt aber Zweifel an seiner Identität.

Soldaten (Foto: AP)

US-Soldaten am Donnerstag in Bab al-Jadeed nahe Mosul

Bei zwei Anschlägen im Irak rissen Selbstmordattentäter am Donnerstag (23.04.2009) etwa 80 Menschen mit in den Tod. Der eine Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben in einem Restaurant in der Provinz Dijala nordöstlich von Bagdad. Mehr als 45 Menschen wurden dabei getötet, die meisten waren iranische Pilger, die auf den Weg nach Kerbala und Nadschaf waren, den heiligen Stätten der Schiiten.

Der zweite Anschlag in Bagdad traf vor allem bedürftige Iraker. Diese hatten sich um eine Gruppe Polizisten versammelt, die Hilfsgüter verteilten, als der Attentäter seine Sprengstoffweste zündete. Mindestens 34 Menschen wurden getötet, darunter mehrere Polizisten. 57 Menschen wurden verletzt.

Mutmaßlicher Terrorführer verhaftet

Unterdessen vermeldeten die Sicherheitskräfte in Bagdad einen Erfolg im Kampf gegen den Terrorismus. Abu Omar al-Bagdadi, Chef der El-Kaida-nahen Allianz Islamischer Staat, sei gefasst worden. Der meist gesuchte Terrorist des Landes sei im Adhamija-Viertel, einem Sunniten-Vorort im Norden von Bagdad, verhaftet worden. "Wir sind sicher, dass er es ist", sagte General Kassem Atta, der Sprecher der Sicherheitskräfte.

Die US-Armee bestätigte die Verhaftung jedoch zunächst nicht. Manche Beobachter halten al-Bagdadi auch für eine erfundene Figur, die gar nicht existiert. So wurde schon mehrfach gemeldet, dass der mutmaßliche Terrorchef verhaftet worden sei. Jedes Mal stellten sich die Meldungen aber als falsch heraus. Auch über seinen Tod wurde bereits berichtet. So gibt der unabhängige Informationsdienst "Global Security" den 1. Mai 2007 als seinen Todestag an. (det/hf/ap/dpa)

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