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Pakistan

Etliche Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Pakistan

Bei einer starken Bombenexplosion sind in der Stadt Quetta im Südwesten Pakistans mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter acht Soldaten. Mehr als 30 Menschen erlitten Verletzungen.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ziel der Sprengstoffattacke war ein Militärfahrzeug, das an einer Bushaltestelle auf einem belebten Marktplatz hielt. Wie das Militär mitteilte, zündete ein Selbstmordattentäter auf einem Motorrad den Sprengsatz. Durch die Explosion der Brandbombe fingen mehrere Fahrzeuge in der Umgebung Feuer. Feuerwehrkräfte eilten herbei, um die Brände zu löschen.

Die Streitkräfte gehen von einem terroristischen Hintergrund der Aktion aus. Ein regionaler Ableger der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) bekannte sich zu der Bluttat. Der Anschlag erfolgte zwei Tage vor dem 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Pakistans. Der Militärchef Qamar Javed Bajwa sagte, die Tat sei ein Versuch, die Feierlichkeiten zu stören. Bawja und Staatspräsident Mamnoon Hussain verurteilten das Attentat. Der Heimatminister der Provinz Belutschistan, Sarfraz Bugti, rief den Notstand über die Stadt aus.

Quetta ist die Hauptstadt der an Iran und Afghanistan grenzenden Provinz Belutschistan. Sie war schon öfter Schauplatz terroristischer Angriffe. Vor einem Jahr hatte dort die brutale Extremistengruppe Jamaat ul-Ahrarja eine Klinik angegriffen. Dabei gab es mehr als 70 Todesopfer.

kle/pab (dpa, rtre, afpe)

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