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Terrorismus

ETA-Mitglieder in Berlin festgenommen

Die beiden Männer waren mit europäischem Haftbefehl gesucht worden. Ihre Festnahme rückt die Attentate der baskischen Untergrundorganisation wieder in den Fokus.

Die Festnahme war das Ergebnis einer Zielfahndung. Das teilte die Sprecherin der Berliner Staatsanwaltschaft, Silke Becker, in der Hauptstadt mit. Einem der mutmaßlichen Terroristen wird vorgeworfen, im Jahr 2007 Anschläge auf spanische Bahnanlagen und Banken verübt zu haben. "Der Antrag zu seinem Haftbefehl wurde von Spanien gestellt", so Becker.

Der zweite Mann wurde der Staatsanwaltschaft zufolge von Frankreich gesucht. Er soll "vor 2007 an einer kriminellen Vereinigung beteiligt" gewesen sein und in den Jahren 2011 und 2012  Terroranschläge geplant haben.

Festnahme am frühen Morgen

Wie die spanische Polizei in einer Mitteilung ergänzte, erfolgte die Festnahme "in den frühen Morgenstunden" in Berlin.  Die beiden 29 und 37 Jahre alten Männer wurden mit gefälschten Papieren aufgegriffen. Wie Spaniens Innenminister Juan Ignacio Toido per Twitter mitteilte, gehörten sie zur baskischen Untergrundorganisation ETA.

Jetzt sollen sie dem Haftrichter vorgeführt werden. "Ziel ist eine Festhalte-Anordnung", sagte Staatsanwaltschaft-Sprecherin Becker. Im weiteren Verlauf werde dann eine Auslieferung an die spanischen und französischen Behörden erfolgen. Weitere Einzelheiten nannten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht.

Jahrzehntelanger Terror

Fast ein halbes Jahrhundert lang kämpfte die Untergrundorganisation ETA für einen von Spanien unabhängigen baskischen Staat. Bei etwa 4000 Terroranschlägen wurden zwischen 1960 und 2009 mehr als 800 Menschen getötet.

2011 erklärte die ETA einen Gewaltverzicht. Seitdem verübte sie keine Anschläge mehr. Sie behielt aber ihre Waffen und löste auch ihre Strukturen im Untergrund nicht auf. Von der Europäischen Union und anderen internationalen Organisationen wurde die ETA offiziell als terroristische Vereinigung eingestuft.

mak/mm (dpa, afpe, ape)

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