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Europa

ETA-Anführer in Frankreich festgenommen

Spanische und französische Polizisten haben in einer gemeinsamen Aktion drei mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen. Einer der drei Männer soll der "Militär-Chef" sein.

Ein Plakat eines Demonstranten gegen die baskische Untergrundorganisation ETA (Foto: dpa)

Schlag gegen die ETA

Im Nordwesten Frankreichs ist der nach spanischen Angaben derzeit ranghöchste Anführer der baskischen Untergrundorganisation ETA festgenommen worden. Der so genannte "Militär-Chef" Ibon Gogeascoechea Arronategui sei am Sonntagvormittag (28.02.2010) gefasst worden, teilte das Innenministerium in Madrid mit. Er sei bei einem gemeinsamen Einsatz der französischen und der spanischen Polizei festgenommen worden. Neben Arronategui seien auch zwei weitere mutmaßliche ETA-Mitglieder in Gewahrsam genommen worden.

Arronategui wird verdächtigt, für die Terroraktionen der ETA verantwortlich gewesen zu sein. Die drei Festgenommen waren bewaffnet. Sie hatten den Angaben zufolge mit falschen Papieren ein Landhaus in Frankreich angemietet.

ETA unter Druck

Porträt des mutmaßlichen ETA-Anführers Ibon Gogeascoechea Arronategui (Foto: AP)

Arronategui soll der "Militär-Chef" der ETA sein

Erst Anfang Februar hatte die portugiesische Polizei ein ETA-Versteck in einer Kleinstadt 100 Kilometer nördlich von Lissabon ausgehoben. Es wurden 1500 Kilogramm Sprengstoff gefunden. Es war der größte Fund seit zehn Jahren im Kampf gegen die ETA. Der spanische Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba vermutet, die ETA verlagere nun "ihren logistischen Apparat" nach Portugal, weil in Frankreich und Spanien massive Fahndungen liefen.

Die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestufte ETA kämpft seit vier Jahrzehnten gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von mehr als 820 Menschen verantwortlich gemacht. In der Vergangenheit wurden bereits mehrfach zahlreiche ranghohe ETA-Mitglieder in Frankreich gefasst.

Autor: Nicole Scherschun (afp, rtr, dpa, ap)
Redaktion: Ursula Kissel

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