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Ostmitteleuropa

Estlands Präsident über Anzahl der Todesfälle bei den Streitkräften besorgt

- Strengere Disziplinarmaßnahmen gegen Armeechefs gefordert

Tallinn, 3.6.2002, ETA, engl.

Der Staatssicherheitsrat hat am Montag (3.6.) über die große Anzahl von Todesfällen bei den estnischen Streitkräften beraten. Präsident Arnold Ruutel sah sich dazu veranlasst, strengere Disziplinarmaßnahmen gegen die Führung der Armeeeinheiten zu fordern. Der Berater des Präsidenten in Verteidigungsfragen, Leo Kunnas, unterbreitete dem von Arnold Ruutel einberufenem Sicherheitsrat einen Bericht über die allgemeine Situation bei den Streitkräften. (...) Präsident Ruutel verwies auf die Notwendigkeit strengerer Disziplinarmaßnahmen gegen Armeechefs, die nicht im Stande sind, das Leben ihrer Untergebenen in Friedenszeiten zu schützen. Ruutel forderte die Führung der Streitkräfte, die Kaitsellit (Verteidigungsliga, freiwilliger Teil der Streitkräfte), den Grenzschutz und die Rettungseinheiten auf, das Klima unter ihren Untergebenen zu verbessern, darauf hinzuarbeiten, dass Selbstmorde verhindert werden und wirksamere Sicherheitsprüfungen durchzuführen.

Innerhalb von zehn Jahren haben 20 Angehörige der estnischen Streitkräfte - sechs Offiziere und Berufssoldaten sowie 14 Zeitsoldaten - Selbstmord begangen. (TS)

  • Datum 04.06.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2NxA
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