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Wissen & Umwelt

ESA: Mehr Geld für ISS und ExoMars-Mission

Europa mischt weiter bei der Weltraumforschung mit. 10,3 Milliarden Euro stellen die Staaten der ESA bereit, entschied der Ministerrat der europäischen Raumfahrtagentur am Freitag in Luzern.

960 Millionen Euro für die europäische Beteiligung an der ISS, weitere 440 Millionen für die ExoMars-Mission - so viel gewährte der Ministerrat der europäischen Weltraumagentur ESA. Insgesamt stellen die Staaten dem Raumfahrtprogramm der ESA 10,3 Milliarden Euro zur Verfügung. Das gab ESA-Chef Jan Wörner am Freitag in Luzern in der Schweiz bekannt. Dort hatten sich die zuständigen Minister zwei Tage lang über die Zukunft der europäischen Weltraumfahrt beraten. Die Agentur hatte Wünsche im Wert von rund 11 Milliarden Euro angemeldet.

Der ESA-Ministerrat ist das höchste Entscheidungsgremium der Raumfahrtagentur, er tagt alle zwei bis drei Jahre. Der in Paris ansässigen ESA gehören 22 Staaten an, darunter Deutschland. 

Wie geht es weiter mit der ISS? 

Lange hatte Unsicherheit geherrscht, ob die ESA sich weiterhin am Unterhalt der ISS beteiligt. Die Raumstation ist ein Gemeinschaftsprojekt von Europa, den USA, Russland, Japan und Kanada. Europa wird nun bis mindestens 2024 dabei sein. Die Hauptgeldgeber Russland und USA hatten ihr Engagement bis 2024 bereits früher zugesagt.

Zusätzliche Finanzmittel gibt es auch für das europäisch-russische Prestigeprojekt ExoMars - sechs Wochen, nachdem die ESA-Testsonde "Schiaparelli" auf dem Mars zerschellt war. Die zweite Phase der Mission, bei der ein Roboter auf dem Roten Planeten landen soll, hat sich dadurch um zwei Jahre verschoben. Das machte eine weitere Geldspritze notwendig. Mit ExoMars wollen die ESA und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam nach Spuren von Leben auf dem Roten Planeten suchen.

bo/fs (dpa/afp)

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