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Ostmitteleuropa

"Es wird noch schlimmer kommen"

- Düstere Prognosen für die Wirtschaft Polens

Warschau, 28.02.2002, ZYCIE, poln.

Die Regierung hat keine gute Nachrichten für uns. Gestern wurde erneut wiederholt, wovor die Wirtschaftsspezialisten schon seit Monaten gewarnt haben. Die Arbeitslosigkeit, die den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreicht hat, kann in diesem Jahr noch weiter steigen. Ein Wirtschaftsaufschwung ist ebenfalls nicht zu erwarten. Kurz gesagt: Es wird noch schlimmer kommen.

Im Sejm wurde gestern über die Vorschläge der Regierung Millier diskutiert, die Polen vor einem wirtschaftlichen Zusammenbruch bewahren sollen. Das wichtigste Versprechen kam von Arbeitsminister Jerzy Hausner. Er kündigte an, dass für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Jahr 2002 eine Milliarde Zloty bereitgestellt werden. Nach Meinung des Ministers ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt auf die geburtenstarken Jahrgänge zurückzuführen. "In nächster Zukunft werden Personen, die zu den weiteren drei Jahrgängen mit hoher Geburtenrate gehören, auf dem Arbeitsmarkt nach einer Stelle suchen. Es ist also zu erwarten, dass die Zahl der Arbeitsangebote niedriger wird als die Zahl der Arbeitsuchenden. Darüber hinaus wird sich auch die Arbeitslosenquote erhöhen", gab der Arbeitsminister zu.

Finanzminister Marek Belka forderte den Währungsrat erneut auf, die Zinssätze zu senken. Er gab gleichzeitig zu, dass eine Verbesserung der Wirtschaftslage in diesem Jahr nicht zu erwarten sei. "Ich wäre leichtsinnig, wenn ich eine bedeutende Verbesserung der Wirtschaftslage erwarten würde", sagte Minister Belka.

Die Opposition ist über den Wirtschaftsplan der Regierung enttäuscht. "Man versucht die Tuberkulose mit Hilfe von Aspirin zu behandeln", sagten die Vertreter der Partei Bürgerplatform. "Auf diese Weise werden wir niemals den Anschluß an den Rest der Welt finden" sagte Jan Maria Rokita von der Bürgerplatform. (...) (Sta)

  • Datum 01.03.2002
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