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Fußball

Es winkt das ganz große Geld

Es geht nicht nur um Ruhm, Ehre oder die Titel, sondern auch um sehr viel Geld. Vier deutsche Vereine haben die Chance, auf internationalem Parkett den entscheidenden Schritt auf dem Weg dorthin zu machen.

Die Trophäen in der Champions League und in der Europa League. (Foto: ???)

Vier deutsche Clubs wollen in die Gruppenphase.

In der Qualifikation zur Champions League ist der VfB Stuttgart gefordert, für die Europa League wollen sich Hertha BSC, der Hamburger SV und Werder Bremen qualifizieren.

Hitzlsperger (li.) im Zweikampf mit Karamyan vom FC Timisoara (Foto: dpa)

Hitzlsperger (li.) gegen Karamyan vom FC Timisoara.

Der VfB Stuttgart hat seine Pflichtaufgabe schon fasst erfolgreich gelöst. Nach dem 2:0-Sieg der Schwaben im Hinspiel beim rumänischen Vizemeister FC Timisoara steht dem VfB die Tür zur "Geldmaschine" Champions League sperrangelweit offen. Jetzt will man den Millionen-Jackpot auch endlich knacken. Nur noch das Play-Off-Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr MESZ) an heimischer Wirkungsstätte muss der Bundesligist heil überstehen, dann sind die Schwaben auf Europas großer Fußball-Bühne angekommen. "Durch das 2:0 im Hinspiel sind wir in einer glänzenden Ausgangsposition, weil wir alles in der eigenen Hand haben. Es wäre fahrlässig, das noch herzugeben", sagte dann auch VfB-Trainer Markus Babbel. Obwohl ein Aus der Stuttgarter nach dem Hinspiel-Erfolg und angesichts der Personalnot beim Gegner einer Sensation gleichkäme, plagt die VfB-Führung die Angst davor. "Das wäre einfach schade", sagte Babbel. "Es geht um zu viel. Für die Spieler, für den ganzen Verein und auch für unsere Fans." Auch die Spieler sind sich der Bedeutung dieser Partie für den Club bewusst. So meinte Hinspiel-Torschütze Timo Gebhart: "Alle sind heiß auf die Königsklasse. Wir wollen uns das nicht mehr nehmen lassen." Alle freuen sich schon auf die Gruppenphase, in der Markus Babbel Wunschgegner hat: "Am liebsten drei rumänische Teams."

Keine leichte Aufgabe für Hertha

Hertha-Coach Favre zeigt seinen Spielern den Weg. (Foto: AP)

Hertha-Coach Favre weiß wie schwer es gegen Brøndby wird.

Eine ungleich schwerere Aufgabe hat Hertha BSC in der Qualifikation für die Europa League vor der Brust. Zwar dürfen die Berliner gegen Brøndby Kopenhagen im eigenen Stadion antreten, doch das Hinspiel in der dänischen Hauptstadt ging mit 1:2 verloren. In dem "Millionenspiel" um den Einzug in die Gruppenphase am Donnerstag (18.15 Uhr MESZ) müssen die Herthaner auch noch ohne Stürmer Raffael auskommen. Nachdem sich der Brasilianer in der Bundesliga-Partie in Bochum einen Bruch am Ellenbogen zuzog steht sein Ausfall außer Frage. Ein schwerer Verlust, denn für den Bundesligisten steht viel auf dem Spiel. Beim Eintritt in die Gruppenphase des neu geschaffenen Wettbewerbs wären Extra-Einnahmen in Höhe von rund einer Million Euro garantiert. Das würde für Hertha in der immer dringlicher werdenden Suche nach einem Offensiv-Spieler sicher sehr hilfreich sein. "Das würde den Handlungsspielraum in dieser Frage natürlich erweitern", sagte Geschäftsführer Michael Preetz, der sich auf der Suche nach einem neuen Stürmer befindet. Hertha-Coach Lucien Favre ist sich der schwierigen Situation natürlich bewusst. "Die Ausgangslage für uns ist extrem gefährlich. Wir müssen gegen die Dänen besser verteidigen und mehr Chancen nutzen als zuletzt", sagte der Schweizer, der mit seinem Team in der Bundesliga im bisher enttäuschenden Saisonverlauf erst magere drei Punkte sammeln konnte.

Nur noch Schaulaufen für Hamburg und Bremen

HSV-Profi Dennis Aogo im Hinspiel am Ball. (Foto: AP)

Aogo (li.) ist mit dem HSV so gut wie qualifiziert.

Nur noch Formsache dürften die Qualifikationsrückspiele für die beiden Nordclubs Hamburger SV und Werder Bremen sein. Der HSV kann nach seinem souveränen 5:1-Erfolg im Hinspiel beim französischen Zweitligisten EA Guingamp mit breiter Brust und ganz entspannt in das entscheidende Rückspiel am Donnerstag (20.30 Uhr MESZ) in der heimischen Fußball-Arena gehen. Vor eigenem Publikum werden sich die Hansestädter den Vorsprung wohl kaum mehr aus der Hand nehmen lassen. Davon scheint auch HSV-Trainer Bruno Labbadia auszugehen, auch wenn er warnt: "Wir müssen klaren Kopf bewahren. Das was wir uns vorgenommen haben, dass wir nach den schweren Bedingungen der kurzen Vorbereitung in den K.o.-Spielen weiterkommen, das haben wir geschafft." Das sei das Allerwichtigste gewesen, auch für den Verein. Da sei es um die finanzielle Situation gegangen, betonte Labbadia. Der Außenseiter EA Guingamp hatte im letzten Jahr überraschend den französischen Pokal gewonnen und sich dadurch die Europa-League-Qualifikation gesichert.

Frings (li.) und Marin (re.) im Hinspiel gegen FK Aktobe. (Foto: AP)

Frings (li.) und Marin (re.) im Hinspiel gegen FK Aktobe.

Werder Bremen muss zwar auswärts beim FK Aktobe antreten, doch nach dem am Ende deutlichen 6:3-Sieg im Hinspiel vor heimischer Kulisse dürfte die Qualifikation so gut wie geschafft sein. Allerdings müssen die Hanseaten in der Partie beim Fußballmeister von Kasachstan am Donnerstag (16.00 Uhr MESZ) auf den österreichischen Nationalverteidiger Sebastian Prödl und den Portugiesen Hugo Almeida verzichten. Prödl musste sich einem Eingriff im Knie unterziehen, bei Angreifer Almeida ist der rechte Fuß aufgrund einer Reizung eingegipst worden. Für Thomas Schaaf ist die Reise nach Kasachstan, zumindest geographisch, eine Fahrt ins Ungewisse. Entsprechend kämpferisch gibt sich der Werder-Coach: "Wir werden ganz konzentriert unsere Geschichte verfolgen. Wir wissen, dass das ein ziemlicher Ritt ist, den wir da machen müssen." Aber man habe auch ein Ziel und er hoffe, dass man das erreichen werde, ergänzte Schaaf.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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