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Es lohnt sich

Wer in Lohn und Brot steht, bekommt seinen Lohn, sein Gehalt oder seinen Sold. Gelöhnt wird in der Regel nach Tarif. Wer entgolten wird, muss nicht auf einen Lohnzettel schauen. Entlohnt werden kann mit Gehaltvollem.

Das Wort ist immer aktuell: für diejenigen, die in Lohn und Brot stehen, für diejenigen, die gerne in Lohn und Brot wären – sich also eine bezahlte Arbeit wünschen – und für diejenigen, die Lohn zahlen. Gleichgültig ob es sich etwa um einen Tariflohn oder einen gesetzlichen Mindestlohn handelt: Es geht um den Lohn. Lohn ist aber nicht gleich Entgelt, Gehalt und Sold. Es geht zwar bei allen Begriffen um Geld, doch gibt es kleine, aber feine Bedeutungsunterschiede.

Lohn, Gehalt und Sold

Die vier Altbundespräsidenten: Weizsäcker (oben links), Herzog (oben rechts), Köhler (unten links), Scheel (unten rechts)

Ex-Bundespräsidenten erhalten einen Ehrensold

Lohn ist generell das Entgelt für die Leistung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen. Nach erbrachter Leistung werden sie bezahlt – die Tagelöhner täglich, andere wöchentlich oder monatlich. Es gibt aber noch andere Leute, die arbeiten, zum Beispiel die Angestellten. Deren Lohn heißt aber Gehalt und wird in der Regel zur Monatsmitte gezahlt.

Den Beamten vertraut man offensichtlich am meisten, denn die bekommen ihr Geld schon zu Anfang jedes Monats und machen sich erst dann an die Arbeit. Obwohl Beamte besoldet werden, heißt ihr Lohn trotzdem nicht Sold, sondern Gehalt – wie bei den Angestellten. Sold wird Soldaten gezahlt, deswegen werden sie auch so genannt. Allerdings: Arbeitet ein Soldat im Range eines Beamten zum Beispiel im Verteidigungsministerium, dann bekommt auch er ein Gehalt.

Der Tarif

Symbolbild mit Aufschrift Tarifvergleich

Ein Tarifvergleich bei Verträgen lohnt sich

Der Tarif ist die Maßeinheit dafür, wie viel jemand für eine arbeitnehmerische Tätigkeit bekommt. Wörtlich heißt Tarif "die Bekanntmachung eines festgesetzten Preises". Das Wort stammt aus dem Arabischen: taۦrīf. So gesehen sind die Ergebnisse der Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern nichts anderes als eine Festsetzung von Preisen für Arbeit.

Der Tarif für sich genommen hat aber mit Lohn oder Gehalt nicht unbedingt etwas zu tun. Wenn beispielsweise die Tarife für die Benutzung von öffentlichen Nahverkehrsmitteln – die Beförderungstarifeerhöht werden, bekommt der Straßenbahnfahrer keinen Cent mehr Geld. Tariferhöhungen bedeuten in diesem Fall ganz einfach, dass die Fahrscheine teurer werden. Wenn wir aber nun für die Einzel- oder Mehrfahrtenkarte wie viel auch immer löhnen müssen, zahlen wir wiederum keinen Tarif, auch keinen Lohn, auch kein Gehalt. Wir zahlen ein Entgelt. Und zwar für die Beförderung von A nach B.

Das Entgelt

Ein Schülerlotse im Einsatz und eine Schülerin mit Ranzen, die eine Straße überquert

Unentgeltliche Arbeit

Entgelt ist ein Begriff aus der Juristensprache, der früher im Sinne von Strafe, Buße und auch Gegenzahlung gebraucht wurde. In der letzten dieser Bedeutungen – also Gegenzahlung, Bezahlung – hat er sich gehalten. Dass dieses Wort jedoch nicht nur in der Mitte, sondern auch am Ende mit "t" und nicht mit "d" geschrieben wird, hat seinen Grund: Die Vorsilbe ent- mit "t" ist das alte gegen, und gelten heißt so viel wie einen Wert besitzen.

Wenn wir etwas entgelten, geben wir also den entsprechenden, vereinbarten Wert für das, was wir bekommen. Das hat nicht immer etwas mit einer Geldleistung zu tun. Man kann auch etwas tauschen wie beispielsweise ein antikes Essbesteck gegen eine Sammleruhr. Gibt oder tut man etwas unentgeltlich, dann in der Regel ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Unentgeltlich arbeitet jemand in einem Ehrenamt. Auch wer etwas schenkt, tut dies unentgeltlich.

Lohnen und löhnen

Symbolbild: Ein Mann schiebt eine Schubkarre gefüllt mit Holzstücken

Der Lohn der Mühe: ein warmes Haus

Manchmal lohnt es sich auch, dies zu tun, weil das Geschenk jemand anderem eine Freude bereitet. Belohnt wird man mit einem Lächeln des Danks, einer Umarmung oder gar mit einer Einladung zum Essen. Belohnt und entlohnt wird ein ehrlicher Finder einer verlorenen Geldbörse – vielleicht sogar mit einer saftigen Belohnung.

Da hat sich die Mühe für ihn schon gelohnt, zur nächsten Polizeistation zu fahren und die Geldbörse dort abzugeben. Eine sehr lohnenswerte Tat! Löhnen, in der Umgangssprache verwendet für bezahlen, muss allerdings, wer unachtsam war und die Geldbörse verloren hat.

Gehaltvolles

Eisbein mit Beilagen

Gehaltvolles Gericht: Eisbein mit Beilagen

Lohn – lohnen, Entgelt – entgelten: Worte, die mit etwas Gewinnbringendem, etwas Lukrativem zu tun haben. Und wie sieht das mit Gehalt aus? Gehaltvoll steht dem in nichts nach.

Gehaltvolle Gespräche werden geführt, wenn viele interessante Informationen ausgetauscht werden – möglicherweise sogar bei einem gehaltvollen Essen, das gesund ist, aber auch viele Kalorien hat. Also profitieren sowohl der Geist als auch der Magen von etwas Gehaltvollem.

Lohnende Ratschläge

Wer es mit dem gehaltvollen Essen jedoch übertreibt, für den lohnen sich dann gute Freunde. Die können unentgeltliche Ratschläge geben: zum Beispiel, dass das Geld in der Lohntüte dann für ein Fitness-Training verwendet werden sollte, wenn man es mit dem gehaltvollen Essen übertrieben hat.




Fragen zum Text

Nicht besoldet werden …

1. Maurer.

2. verbeamtete Lehrer.

3. Marinesoldaten.

Kosten entstehen denjenigen, die Lohn oder Gehalt …

1. bekommen.

2. zahlen.

3. verteilen.

Hat jemand Freude an einer Aufgabe, dann ist diese …

1. entgeltlich.

2. gehaltvoll.

3. lohnend.

Arbeitsauftrag

Analysieren Sie den Text "Mageres Tarifplus im Aufschwung" (PDF). Fassen Sie diesen in eigenen Worten zusammen und beantworten Sie anschließend folgende Fragen:

1. Verdienen die Arbeitnehmer mehr oder weniger? 2. Was sind Einmalzahlungen und was bedeuten sie für den Arbeitnehmer und für den Arbeitgeber? 3. Wodurch konnte Deutschland unter anderem auch wettbewerbsfähig bleiben?

Autor/in: Michael Utz; Beatrice Warken

Redaktion: Ingo Pickel

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