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Fußball

"Es geht um die Existenz"

Im Europapokal steht der dritte Spieltag in der Gruppenphase an. Für den VfB Stuttgart geht es schon fast um alles oder nichts. Während die Bayern und auch Wolfsburg im Soll sind, braucht der VfB dringend Punkte.

Der Champions-League-Pokal und der Pokal der Europa League (Foto: AP)

Darum geht´s!

In der Bundesliga kriselt es beim VfB Stuttgart, und auch vor dem Champions-League-Heimspiel gegen den spanischen Spitzenclub FC Sevilla gilt der VfB als Außenseiter. Mit nur zwei Punkten auf dem Konto wird es bereits eng für die Schwaben, die schon nach der gewonnenen Deutschen Meisterschaft 2007 sang- und klanglos als Gruppen-Letzter aus der Königsklasse ausgeschieden waren.

Trainer Markus Babbel vom VfB Stuttgart hebt an der Seitenlinie diskutierend die Arme (Foto: AP)

VfB-Coach Babbel steht in der Kritik

"Ich spüre keinen Druck", behauptet der bereits auf der Kippe stehende Trainer Markus Babbel und bezeichnet die aktuelle Situation als "reizvolle Aufgabe". Der Tabellenführer der Gruppe G ist nicht nur ein "Hammergegner" für Sportvorstand Horst Heldt - Sevilla hat 2006 und 2007 den UEFA-Pokal gewonnen und steht in der spanischen Liga auf Platz drei. Sollte den Stuttgartern auch im dritten Gruppenspiel wie befürchtet kein Sieg gelingen, wäre das vorgegebene Ziel (Platz zwei und damit das Erreichen des Achtelfinales) bereits in weite Ferne gerückt.

Auch für den Deutschen Meister wird es langsam ernst. Der VfL Wolfsburg steht zwar mit drei Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz seiner Gruppe - dennoch gerät die Partie gegen Besiktas Istanbul bereits zu einer kleinen Vorentscheidung. Denn ZSKA Moskau sitzt den Wolfsburgern punktgleich im Nacken. Der türkische Meister hat in der Champions League dagegen noch keinen einzigen Punkt auf dem Konto und sollte möglichst auf Abstand gehalten werden. VfL-Spielmacher Zvjezdan Misimovic fordert daher gegen die Türken eine deutlich bessere Chancenverwertung als zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Gladbach: "In der Champions League dürfen wir uns so was nicht erlauben."

Rekordmeister Bayern grüßt von der Tabellenspitze

Rekordmeister FC Bayern reist zu Girondins Bordeaux. Im Spitzenduell der Gruppe A muss Trainer Louis van Gaal weiter auf Franck Ribéry verzichten, Arjen Robben ist auch drei Wochen nach seiner Knie-Operation nicht fit und erst gar nicht mitgefahren. Stürmer Ivica Olic hatte sich außerdem bei der WM-Qualifikation verletzt. Eine Chance für Luca Toni?

Luca Toni vom FC Bayern bejubelt auf seine Art einen Treffer (Foto: AP)

Luca Toni will endlich wieder am Ohr drehen

"Ich muss Tore, Tore, Tore machen, um mich wieder anzubieten", weiß der Italiener, der hofft, neben Miroslav Klose stürmen zu dürfen. Es sei keine Vorentscheidung in der Gruppe, ist Philipp Lahm überzeugt. "Wir fahren dahin, um zu punkten." Bordeaux steht punktgleich mit vier Zählern hinter den Bayern auf Platz zwei, dahinter folgen Juventus Turin und Maccabi Haifa.

Spannung auch in der Europa League

Man mag es kaum glauben, aber auch Hertha BSC ist noch dabei in der Europa League – fragt sich nur, wie lange noch. Nach acht Niederlagen in Folge geht es laut Manager Michael Preetz um nichts anderes als "um die Existenz von Hertha BSC". Der Tabellenletzte hat turbulente Wochen hinter sich - auch nach dem Debakel gegen Nürnberg gab es Brandrede und Krisensitzung. "Ich werde jetzt den Kader auf den Prüfstein stellen und herausfinden, auf wen ich mich verlassen kann", kündigte Trainer Friedhelm Funkel an.

Friedhelm Funkel, Trainer von Hertha BSC bei einer PK mit Sport- und Geschäftsführer Michael Preetz (Foto: dpa)

Funkel und die schwierige Mission bei Hertha BSC

Indessen wurde sein bislang beurlaubter Vorgänger Lucien Favre von Hertha BSV fristlos entlassen. Sollte Favre das nicht akzeptieren, könnte es zu einer Gerichtsverhandlung kommen. Alles andere also als ruhige Tage vor dem Europa League-Heimspiel. Immerhin hat Gegner SV Heerenveen ebenfalls nur ein mageres Pünktchen gesammelt in der Gruppenphase, könnte mit viel Optimismus also als Rivale auf Augenhöhe gesehen werden.

Die beiden restlichen Bundesligisten liegen bisher im Soll. Der Hamburger SV tritt beim Tabellen-Schlusslicht Celtic Glasgow an - eine noch bessere Ausgangslage hat Spitzenreiter Werder Bremen im Auswärtsspiel beim Letzten Austria Wien.

Autorin: Olivia Fritz (sid, dpa)
Redaktion: Wolfgang van Kann

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