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Aktuell Deutschland

Erzbischof Zollitsch will neuen Lebensstil

Mit einem Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt ist der Katholikentag in Mannheim fortgesetzt worden. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Zollitsch, rief die Menschen auf, neu aufzubrechen zu einem Leben mit Gott.

"Wir spüren: Unser Lebensstil ist nicht zukunftsfähig. So kann es nicht weitergehen", sagte Robert Zollitsch in seiner Predigt vor rund 17.000 Gläubigen auf dem Mannheimer Schlossplatz. Der Ruf nach immer mehr Wirtschaftswachstum sei nicht das richtige Rezept gegen die Ungerechtigkeiten auf der Welt. Jeder selbst könne einen Beitrag für einen nachhaltigeren Lebensstil leisten, betonte der Erzbischof von Freiburg. "Muss es immer das beste Handy und die neueste Mode sein?"

Zollitsch rief die Christen auf, ihren Glauben in der Gesellschaft zu leben. "Verstecken wir uns nicht aus der Angst heraus, anderen könnte das nicht gefallen!" Christen hätten die Aufgabe, nicht wegzuschauen, "wenn Unrecht, Gewalt und jeglicher Extremismus ihr menschenverachtendes Gesicht zeigen", betonte der Bischof.

Veranstaltungen und Diskussionen

Im Anschluss an den Open-Air-Gottesdienst begannen die Teilnehmer des Katholikentages mit der inhaltlichen Arbeit. In zahlreichen Veranstaltungen geht es etwa um die Neuordnung der Gemeindestrukturen, den Dialog zwischen Religionen oder um die Folgen des Missbrauchsskandals. An einer Veranstaltung zum Dialog der Kulturen nimmt die Halbschwester von US-Präsident Barack Obama, Auma Obama, teil.

Der am Mittwoch eröffnete Katholikentag dauert bis Sonntag. Erwartet werden rund 60.000 Teilnehmer, darunter zahlreiche Prominente aus Politik und Gesellschaft wie Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundeskanzlerin Angela Merkel. In Deutschland gehören rund 24,5 Millionen Menschen der römisch-katholischen Kirche an.

wl/qu (kna, dpa)

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