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Wirtschaft

Erstmals keine Gewinnmitnahmen

Die deutschen Aktien haben am Dienstag (30.7.02) gut behauptet geschlossen - eine Nachricht, die den Beginn einer Trendwende andeuten könnte.

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Parketthandel an der Frankfurter Börse

Bislang haben die Anleger nach einem guten Börsentag immer Gewinne mitgenommen, und das ist diesmal ausgeblieben, obwohl der Deutsche Aktienindex (DAX) am Vortag eine Rallye von fast acht Prozent hingelegt hatte. Diesmal endete er bei 3.878 Punkten, ein Plus von 19 Zählern oder 0,5 Prozent. Am Neuen Markt stieg der Auswahlindex NEMAX 50 um sieben Punkte oder 1,3 Prozent auf 558 Zähler.

Dass sich die Stimmung am Markt merklich verbessert hat, zeigte auch die Reaktion der deutschen Anleger auf schlechte Konjunkturdaten aus den USA. Das Vertrauen der US Verbraucher hat sich im Juli deutlicher als von Analysten erwartet verschlechtert. Der Index des Verbrauchervertrauens sank von 106,3 Punkten im Juni auf 97,1 Punkte. Die meisten Volkswirte hatten für den Berichtsmonat mit einem Rückgang des Gesamtindexes auf 101,9 Punkte gerechnet.

Zwar sackte der DAX nach dieser Nachricht um rund 50 Punkte nach unten, doch diese Verluste wurden relativ schnell wieder wett gemacht.

Zu den größten Verlierern zählten die Aktien des Dialysekonzerns Fresenius Medical Care mit einem Kursabschlag von 4,6 Prozent. Fresenius blieb mit 344 Millionen Dollar Gewinn vor Steuern und Zinsen für das erste Halbjahr hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Vor allem aber belastet der Ausblick. Der Anbieter von
Dialyseprodukten hat seine Prognose für das Nachsteuerergebnis für das laufende Jahr von 350 auf 300 Millionen Dollar gesenkt.

Volkswagen-Aktien gehörten dagegn zu den Gewinnern im DAX mit plus 5,2 Prozent auf 46,95 Euro. Zwar hatte der Konzern am Morgen seine Prognose für das Vorsteuerergebnis für das Gesamtjahr gesenkt. Dies
war von den Analysten aber bereits erwartet worden. Positiv habe sich ausgewirkt, dass die Erwartungen für das Vorsteuerergebnis im ersten Halbjahr übertroffen worden waren, sagte ein Händler.

Am Rentenmarkt fiel der REX um 0,2 Prozent auf 113,69 Punkte. Der Bund-Future gab um 0,1 Prozent auf 108,71 Zähler nach. Die Umlaufrendite wurde bei 4,56 Prozent und damit unverändert zum Vortag festgestellt.

Der Euro legte leicht zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9835 (Montag: 0,9821) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0168 (1,0182) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standarwerte, diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 79,95 (- 0,62)
Allianz 164,10 (- 0,85)
BASF 41,11 (+ 0,21)
Bayer 27,40 (+ 0,13)
HypoVereinsbank 21,05 (+ 0,03)
BMW 40,00 (- 0,04)
Commerzbank 11,73 (- 0,08)
DaimlerChrysler 45,70 (- 0,10)
Degussa 33,57 (+ 0,60)
Deutsche Bank 61,20 (- 0,15)
Deutsche Post 10,70 (+ 0,40)
Deutsche Telekom 12,24 (- 0,24)
E.ON AG 51,88 (+ 2,18)
EPCOS 19,60 (- 0,25)
Fresenius Med. Care 39,20 (- 1,90)
Henkel 64,20 (+ 0,52)
Infineon Techno 15,31 (+ 0,01)
Linde 47,87 (- 0,58)
Lufthansa 11,95 (+ 0,11)
MAN 20,56 (+ 0,46)
Metro 25,90 (- 0,51)
MLP 20,00 (- 0,05)
Münchener Rück 209,52 (+ 1,57)
TUI AG 21,30 (- 0,05)
RWE 34,30 (+ 0,62)
SAP 79,50 (+ 2,50)
Schering 54,30 (+ 0,85)
Siemens 52,29 (- 0,46)
ThyssenKrupp 13,50 (+ 0,09)
VW 46,95 (+ 2,30)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der
Europäischen Zentralbank:
Ein Euro kostete am Dienstag
0, 98 35 US-Dollar oder
0, 62 94 britische Pfund oder
1, 45 79 schweizer Franken oder
117, 64 japanische Yen

...und das 1. Goldfixing 304 Dollar und 45 Cent.

  • Datum 30.07.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2WJs
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