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Ostmitteleuropa

Erstmals in der Geschichte Estlands

Kirche und Staat vereinbaren Zusammenarbeit

Tallinn, 17.10.2002, 1800 GMT, ESTNISCHES FERNSEHEN, estn.

Zum ersten Mal in der Geschichte Estlands haben der Staat und die Kirche eine Zusammenarbeit vereinbart. Nach Ansicht von Premierminister Siim Kallas ist es für die Gesellschaft sehr wichtig, dass die Rolle der Kirche richtig bewertet wird. Premierminister Siim Kallas und der Vorsitzende des Kirchenrates, Bischof Einar Soone, unterzeichneten heute im Stenbock-Haus (Sitz der Regierung) eine gemeinsame Absichtserklärung. Das Dokument wird es der Kirche ermöglichen, gemeinsam mit verschiedenen Ministerien Projekte der Zusammenarbeit umzusetzen.

Premierminister Siim Kallas äußerte sich jedoch besorgt über die atheistische Haltung der Bevölkerung. Infolge mangelnden Wissens wisse die Bevölkerung noch nicht einmal, wovon sie sich abwende.

(Kallas) "Dies ist die Haltung der Regierung zu der in der Absichtserklärung verankerten Ansicht, dass wir entsprechende Aufklärungsaktivitäten fördern sollten. Ich möchte mit Nachdruck erklären, dass keiner der Meinung ist, dass jemandem Religionsunterricht, der christliche oder ein anderer Glaube aufgezwungen wird. In erster Linie geht es um freiwillige, sensible Aktivitäten, aber ich glaube, unser Volk muss einen Weg zu diesen Werten finden."

(Soone) "Ich glaube, hier bietet sich ein Weg, insbesondere in den Bereichen, in denen die Kirche nach jahrzehntelanger Isolation nun hervortreten und Entwicklungen und Prozesse in der Gesellschaft in persönlichen Beziehungen, auf familiärer Ebene, beeinflussen kann." (TS)

  • Datum 22.10.2002
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2lbH
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