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Aktuell Deutschland

Erstmals Feinstaubalarm in Stuttgart

Pendler sollen seit Mitternacht in Stuttgart ihr Fahrzeug stehen lassen. Es gilt erstmals Feinstaubalarm. Auf den Straßen merkte man das am Morgen kaum - nur wenige wollten wohl aufs Auto verzichten.

Deutschland Feinstaub-Alarm in Stuttgart

Feinstaub-Alarm in Stuttgart

In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart gilt seit diesem Montag 0:00 Uhr erstmals ein Feinstaubalarm. Die Bürger sind aufgerufen, freiwillig ihr Auto stehen zu lassen. Auch sogenannte Komfortkamine, die als zusätzliche Wärmequelle dienen, sollen nicht genutzt werden.

Oberbürgermeister Kuhn setzt auf Einsicht

Obwohl ersten Eindrücken zufolge kaum weniger Verkehr auf den Stuttgarter Straßen rollt als sonst, setzt Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) dennoch auf das Verantwortungsbewusstsein der Bürger: Nicht alle hätten die Warnungen bisher mitbekommen. Wer das Auto am Montag noch genutzt habe, sollte es am Dienstag vielleicht stehen lassen, weil die Luft zu sehr belastet ist, sagte Kuhn am Morgen im Südwest-Rundfunk.

Feinstaubmessung Autos Smog Halle Deutschland

Feinstaubwerte werden kontinuierlich gemessen

Stuttgart setzt damit als erste deutsche Großstadt beim Kampf gegen die hohe Belastung mit dem krebserregenden Feinstaub auf diesen Weg. Wegen der Kessellage der Stadt gilt die Luft nirgendwo sonst als so stark belastet wie hier. Bei einer bestimmten Wetterlage wird ein Luftaustausch problematisch.

Forderung: Fahrverbote für Dieselfahrzeuge

Umweltschützer und betroffene Bürger halten wenig vom Feinstaubalarm und fordern stattdessen Fahrverbote etwa für Dieselfahrzeuge. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zudem eine Klage gegen Stuttgart aber auch andere Städte angestrengt, um diese zu konkreten Schritten gegen die Luftverschmutzung zu zwingen. Sie wirft der Stadt auch vor, sie berücksichtige hier die Interessen der Autohersteller Porsche und Daimler. Am Abend soll es auch eine Demonstration geben.

Wann der Feinstaubalarm aufgehoben wird, ist von der Wetterlage abhängig und noch nicht absehbar. Der Alarm gilt mindestens bis einschließlich Mittwoch.

as/se (dpa, swr-online)