1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Deutschland

Erstmals Deutscher an Folgen einer MERS-Erkrankung gestorben

Ein 65 Jahre alter Mann aus Nordrhein-Westfalen ist an den Folgen seiner MERS-Erkrankung gestorben. Er hatte sich im Urlaub in Abu Dhabi mit dem tödlichen Erreger infiziert.

Wie das niedersächsische Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte, hatte der 65-Jährige seine MERS-Infektion bereits überwunden. Er starb, wie jetzt bekannt wurde, in der Nacht zum 6. Juni im Krankenhaus im niedersächsischen Ostercappeln an einer Folgeerkrankung, die auf das Coronavirus zurückzuführen ist.

Vorübergehend auf Isolierstation behandelt

Der Patient war seit Februar in Behandlung und befand sich zeitweise auf einer Isolierstation. Eine Übertragung auf weitere Personen gab es nicht. Es war das dritte Mal, dass MERS in Deutschland auftrat. Das Coronavirus ist seit dem Jahr 2012 als Erreger bekannt, der Atemwegsinfektionen auslöst. Es ist vor allem auf der arabischen Halbinsel verbreitet.

Der Verstorbene hatte sich nach Angaben des Ministeriums bei einer Urlaubsreise nach Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten vermutlich auf einem Tiermarkt damit angesteckt. Dromedare gelten als natürliche Wirte. Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen. In schweren Fällen kommt es zu Lungenentzündungen und teilweise auch Nierenversagen, die tödlich sein können.

19 MERS-Tote in Südkorea

International für Aufregung sorgt derzeit eine MERS-Infektionswelle in Südkorea, an der bereits 19 Menschen starben. Der Fall aus Niedersachsen steht damit nicht in Zusammenhang. Die Gefahr einer Ausbreitung in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch Instituts gering, weil sich die Krankheit bis auf wenige Ausnahmen auf die Arabische Halbinsel beschränkt und nur durch engen Kontakt zu infizierten Personen übertragbar ist. In Deutschland gab es bislang zwei weitere Mers-Fälle: 2012 und 2013 wurden Patienten aus Katar und den Emiraten in Deutschland behandelt. Einer von ihnen starb.

uh/mak (dpa,afp)