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Kultur

Erstmals alle "Magna Carta"-Originale vereint

Zum ersten Mal nach 800 Jahren werden alle vier erhaltenen Exemplare der britischen Gesetzesschrift an einem Ort ausgestellt. Die Urkunde leitet die parlamentarische Demokratie in Großbritannien ein.

Nur vier Tage lang werden die historischen Texte gemeinsam in eienr Ausstellung zu sehen sein: drei Tage in der British Library in London und einen Tag im Parlament. Der Gesetzestext ist allerdings nicht für jedermann einsehbar. Nur 1215 Bürger bekommen die Möglichkeit, die vier erhaltenen Versionen der Magna Carta zu bestaunen. Über 43.000 Interessenten aus über 20 Ländern hatten sich um die wenigen Plätze beworben; am Ende entschied das Los. Die erlaubte Besucherzahl bezieht sich auf das Jahr der Veröffentlichung der Urkunde: King John unterschrieb den Verfassungstext am 15. Juni 1215. Der britische Adel hatte den König unter Druck gesetzt; die Magna Carta sicherte den Edelleuten wichtige Rechte und politische Freiheiten.

Blaupause für die Menschenrechte

Der Text wurde damals kopiert und in alle Grafschaften des Landes gebracht. Heute existieren noch vier Versionen von 1215. Zwei sind in der British Library untergebracht, eine in der Kathedrale von Salisbury und eine in Lincoln Castle. Zum 800. Jubiläum wurden sie erstmals wieder vereint. Der Inhalt der "Großen Urkunde der Freiheiten" ist eine der geschichtsträchtigsten Gesetzestexte der Welt und beinhaltet wichtige Grundlagen der späteren Menschenrechte. So enthält er das Recht auf ein ordentliches Gerichtsverfahren und das Verbot unverhältnismäßiger Bestrafung und Enteignung sowie das Recht auf Eigentum. Allerdings galt dies zunächst nur für den Adel. Teile der Magna Carta sind heute noch Grundlage der Gesetze des Vereinigten Königreichs.

suc/ hjh (dpa/british library)

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