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Filme

Erstes Bond-Girl Ursula Andress ist 80

Ein Mann, 24 Filme, mehr als 75 Geliebte: James Bond ist nicht nur der weltbeste Geheimagent, sondern kann auch gut mit Frauen umgehen. Die erste, die ihm erlag, war Ursula Andress als Honey Ryder.

James Bond wacht auf, ohne zu wissen, wo er gerade ist. Er hört leisen Gesang und Meeresrauschen. Wie eine Fata Morgana taucht eine unbekannte Schöne aus den Fluten auf, in der Hand hält sie zwei Riesenmuscheln, die sie verträumt betrachtet und dabei ein Lied singt. Ihr Bikini ist - für damalige Verhältnisse - atemberaubend knapp, am Gürtel ihres Bikinihöschens hängt ein Messer. Das sie auch zückt, als James Bond sie anspricht.

Die Bikiniszene ist die berühmteste James Bond-Szene überhaupt und stammt aus dem 1962 gedrehten ersten Film der Reihe: "James Bond jagt Dr. No" . Es war eine Zeit, in der Männer noch Machos sein und Frauen fröhliche Klapse auf den Po verpassen durften. Eine Zeit, in der Frauen auch einfach nur mal schön sein durften. Das männliche Kinopublikum soll bei Andress' Filmauftritt gejohlt haben - das war noch vor der sogenannten "sexuellen Revolution", und der Minirock sollte die Modewelt erst Jahre später erobern.

James Bond und Honey Ryder am Strand

Das Modell des Bikinis nennt sich bis heute "Dr. No-Bikini"

Es war auch eine große Zeit für Leinwandgöttinnen mit Sexappeal; eine von ihnen war die Schweizerin Ursula Andress.

Einmal Girlie, immer Girlie

Mit 26 Jahren wurde die Schauspielerin auf einen Schlag weltberühmt - mit eben dieser Szene und ihrem Auftritt als Honey Ryder, als allererstes Bond-Girl überhaupt.

Für sie war es ein Karrieresprungbrett. Hollywood lag der schönen Schweizerin zu Füßen, vor allem natürlich die Männer: Elvis Presley, Sean Connery, Warren Beatty, Frank Sinatra, Woody Allen - um nur ein paar aufzuzählen. Fünf Jahre nach "Dr. No" spielte sie in einem weiteren James Bond-Streifen mit - "Casino Royale" (1967) gehörte aber nicht zur ofiziellen Bond-Reihe.

Filmstill Was gibt's Neues Pussy - Szene mit Andress, Peter Sellers und Peter O'Toole

In "Was gibt's Neues, Pussy" spielt Andress 1964 an der Seite von Peter Sellers und Peter O'Toole

Als geheimnisvolle Schöne wird sie bis in die 1980er Jahre für internationale Produktionen engagiert, ihre zahlreichen Auftritte in knapper Bekleidung bescherten ihr den Spitznamen "Ursula Undressed".

Sie spielte in gut 30 Filmen und mehreren Fernsehproduktionen mit. Mehr Schlagzeilen machte Ursula Andress aber mit ihren Liebschaften: James Dean war, lange bevor ihre Weltkarriere startete, ihr bester Freund. In einer Beziehung war sie unter anderem mit Jean-Paul Belmondo, Dean Martin und Ryan O'Neal. Verheiratet war sie mit John Derek, von dem sie mit 44 Jahren noch ihren Sohn Dimitri bekam.

Ursula Andress grüßt Fans auf dem Roten Teppich - Foto von 2014

Andress grüßt ihre Fans vom Roten Teppich (2014)

Weltbürgerin mit Hauptsitz in der Schweiz

Ursula Andress ist in der Schweiz geboren, aufgewachsen im familieneigenen Gärtnereibetrieb, streng überwacht von ihrem Großvater. Mit 16 Jahren riss sie aus, ging nach Paris und lernte tanzen und zeichnen. Dann zog es sie nach Rom in die Cinecittà - und von dort aus lockte Marlon Brando die Schauspielerin nach Hollywood.

Heute lebt Ursula Andress mal in Italien, mal in den USA - und am allerliebsten in ihrer Heimat, wo sie fast wie ein Nationalheldin verehrt wird. "Ich bin eine Weltbürgerin", sagte sie vor Jahren schon, "aber meine Wurzeln sind in der Schweiz, wo ich aufgewachsen bin." In ihrer Heimatstadt Ostermundingen bei Bern ist Ursula Andress zur Ehrenbürgerin ernannt worden. Am 19. März 2016 feierte sie ihren 80. Geburtstag.

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