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Fußball

Erster Showdown in der Champions League

In der Champions League stehen am fünften Gruppen-Spieltag für die drei Bundesligisten entscheidende Partien an. Bayern muss gewinnen, Stuttgart darf nicht verlieren und Wolfsburg reicht ein Punkt für das Achtelfinale.

Wolfsburger Spieler jubeln (Foto: AP)

Wölfe haben die besten Chancen auf´s Achtelfinale

Die Königsklasse als Krisenretter? Trainer Markus Babbel vom VfB Stuttgart räumt zwar ein, dass "die Luft jetzt rauer wird", hofft aber gerade auswärts bei Glasgow Rangers auf einen Befreiungsschlag. "Da kann ich befreit aufspielen, da ist kein Druck da", behauptet Babbel vor der Partie am Dienstag (24.11.2009). Dabei sind die Schwaben in der Liga mittlerweile auf den Relegationsplatz abgerutscht und nach zehn Pflichtspielen ohne Sieg mit nur fünf Treffern mächtig ins Schleudern geraten. "Wir wollen, aber der Ball geht nicht rein", klagt Nationalstürmer Cacau.

VfB-Trainer Markus Babbel winkt (Foto: AP)

Ist es schon Babbels Abschiedsspiel?

Klar ist: Wer das Duell am vorletzten Gruppen-Spieltag in der Champions League verliert, hat keine Chancen mehr auf das Achtelfinale. Stuttgart liegt mit drei Punkten immerhin noch einen Zähler vor dem Tabellen-Letzten Glasgow. Der rumänische Verein Unirea Urziceni steht allerdings mit fünf Punkten auf dem begehrten zweiten Platz, der zur Teilnahme am Achtelfinale berechtigt. Allerdings hat der VfB es selbst in der Hand: Mit zwei Siegen gegen Glasgow und Urziceni. Sollte der bereits qualifizierte FC Sevilla die beiden restlichen Gruppenspiele noch gewinnen, könnte sich Stuttgart sogar eine Niederlage gegen die Schotten leisten.

Bayerns Champions-League-Aus besiegelt?

Bayern-Trainer Louis van Gaal (Foto: AP)

Sitzt auf dem Bayern-Schleudersitz: van Gaal

Für die Bayern stehen dagegen die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales nicht so gut. Sie haben es nicht mal mehr in der eigenen Hand. "Wir müssen gegen Maccabi Haifa gewinnen und Glück haben, dass Juventus nicht in gleichzeitig in Bordeaux gewinnt", weiß Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Sonst sind wir trotzdem draußen." Nach den beiden Niederlagen gegen den FC Girondins hat der FC Bayern vier Punkte Rückstand auf den angestrebten zweiten Platz. Ein Sieg muss her im Heimspiel am Mittwoch (25.11.2009), auch wenn die Bayern im laufenden Wettbewerb erst ein einziges Tor vor dem in dieser Saison sowieso nicht gerade verwöhnten Publikum erzielt haben.

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Spitzenreiter Leverkusen hatte es sogar gellende Pfiffe gegeben von den eigenen Fans. Das dritte Unentschieden hintereinander, seit 555 Tagen nicht mehr Tabellenführer, stattdessen Platz sieben in der Liga – das ist viel zu wenig für die erfolgsverwöhnten Münchener. Sollte es gegen Haifa zwei Tage vor der Mitgliederversammlung des FCB wieder nicht klappen mit einem Sieg, sind die Tage von Trainer Louis van Gaal wohl gezählt. "Wir müssen uns wehren, mehr denn je", fordert der hilflos wirkende Coach, der eine "Mannschaft ohne Vertrauen" ausgemacht hat. "Unser Spiel hinkt und krankt", stellt Nationalverteidiger Philipp Lahm fest.

Wichtigstes Spiel der VfL-Geschichte

Obwohl der Deutsche Meister VfL Wolfsburg in der Liga gegen den 1. FC Nürnberg einen Rückschlag hinnehmen musste, dürfte die Auswärtsfahrt am Mitwoch nach Moskau zum ZSKA eine Motivationsreise sein. Mit nur einem Punkt wären die Wölfe, die zum ersten Mal überhaupt an der Champions League teilnehmen, bereits vorzeitig im Achtelfinale.

Um sich besser an den schon durch das deutsche WM-Qualifikationsspiel gegen Russland berühmt gewordenen Kunstrasen zu gewöhnen, reiste das Team von Armin Veh bereits einen Tag früher an. Der VfL kann mit Selbstvertrauen in die Partie gehen: Das Hinspiel am ersten Spieltag der Gruppe hatten sie mit 3:1 gewonnen. Wolfsburg ist zum ersten Mal in Russland zu Gast.

Autorin: Olivia Fritz
Redaktion: Arnulf Boettcher

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