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Fußball-Bundesliga

Erster Mainzer Sieg im neuen Jahr

Augsburg bleibt Lieblingsgegner: Nach vier Spielen ohne Sieg holt Mainz zum Auftakt des 20. Spieltags der Bundesliga die langersehnten drei Punkte. Agilster Spieler ist ein Profi aus Kolumbien.

Gerne wird über die Schiedsrichterleistung geschimpft. Hier muss mal gesagt werden: Manuel Gräfe hat einen guten Job gemacht. Er hat unter anderem mit seiner umsichtigen Spielanalyse ein schönes Tor ermöglicht, in dem er einfach mal das Spiel hat laufen lassen. Es blieb nicht bei dem einen Treffer. Der FSV Mainz 05 setzte sich mit 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg durch.

Die Gastgeber standen ganz schön unter Druck. Nur zwei Punkte aus den letzten drei Pflichtspielen. Zuletzt gab es in Hoffenheim die höchste Niederlage (0:4), seit Trainer Martin Schmidt 2015 das Team übernommen hatte. Lediglich ein Tor erzielte Mainz bisher in diesem Jahr.

Zweimal mit Köpfchen

Dementsprechend offensiv und engagiert gingen die Nullfünfer in die Partie. Augsburg, zuletzt mit zwei Siegen, spielte dagegen zurückhaltend, reagierte mehr als das es agierte. Da die Gäste aber hinten zunächst kompakt standen, gab es in den ersten 20 Minuten kaum eine Strafraumszene. Lediglich 23.000 Zuschauer hatten sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Mainzer Stadion eingefunden, obwohl Coach Schmidt zuvor an die Fans appelliert hatte, zahlreich zu kommen.

In der 31. Minute war es dann soweit: Die Augsburger verloren am gegnerischen Strafraum den Ball. Schiedsrichter Gräfe ließ trotz Foul Vorteil für die Heimmannschaft laufen. Jean-Philippe Gbamin brachte mit einem langen und zielgenauen Diagonalball Jhon Córdoba ins Spiel. Der wiederum leitete direkt mit dem Kopf an den herbei sprintenden Levin Ötzunali weiter. Der nahm auch lieber den Kopf als den Fuß und wuchtete den Ball an dem zögerlich herauskommenden Augsburger Schlussmann Marwin Hitz vorbei ins Tor (31. Minute).

Elfmeter oder kein Elfmeter – das ist die Frage

Keine zehn Minuten später stand Gräfe erneut im Blickpunkt: Der Mainzer Winter-Neuzugang Bojan Krkic fiel im FCA-Strafraum. Martin Hinteregger hatte den Spanier wohl ganz leicht an der Fußspitze getroffen. Eine knifflige Situation, in der Gräfe aber souverän reagierte und nicht dem Druck der pfeifenden Fans nachgab (40.).

In der zweiten Halbzeit ließ es Mainz zunächst ruhig angehen und wartete auf Konter, während die Augsburger ihr Glück nun in der Offensive suchten. Augsburgs Trainer Manuel Baum brachte Halil Altintop und Georg Teigl ins Spiel. Wirklich torgefährlich wurden die Gäste trotzdem nicht. Von Raul Bobadilla, der zuletzt gegen Werder Bremen noch Matchwinner war, fand gar nicht ins Spiel.

Dessen gegnerisches Pendant, Cordobar, dagegen umso mehr. Der Kolumbianer lief von links in den Strafraum und wollte den Ball an Hitz vorbei lupfen. Erneut kam der Augsburger Torwart zu spät und holte den Mainzer Stürmer von den Beinen – Elfmeter, klare Entscheidung. Bei dieser Aktion verletzte sich Hitz am Kopf und musste minutenlang behandelt werden. Trotz der Warterei nutzte Jairo Samperio die Chance und vom Punkt (62.).

"Wir waren nicht aggressiv genug"

"Ich wollte mutige Spieler mit breiter Brust - und die Spieler haben geliefert", so der Mainzer Coach Schmidt nach der Partie gegenüber dem Fernsehsender Sky und lobte besonders Stürmer Cordoba: "Er hat unglaublich gut gegen den Ball heute gearbeitet." Augsburgs Torwart Hitz zollte dem Gegner Respekt: "Es war ein verdienter Sieg der Mainzer." Und sein Coach Baum meinte: "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Wir waren nicht aggressiv genug." Dank der drei Punkte zieht Mainz in der Tabelle an Augsburg vorbei. Und der FCA bleibt der Lieblingsgegner der Nullfünfer: In den letzten sieben Partien gab es gegen Augsburg keine Niederlage. 

Und wer spielt sonst noch gegen wen? Alles Infos hier.

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