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US-kubanische Beziehungen

Erster kubanischer Export in die USA seit einem halben Jahrhundert

Die Annäherung zwischen Kuba und den USA schreitet weiter voran: Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren wird nun ein kubanisches Unternehmen Produkte an eine Firma in den USA liefern.

Kuba Holzkohle Produktion (picture-alliance/dpa/A. Ernesto)

Holzkohle-Produktion auf Kuba

CubaExport und Coabana Trading unterzeichneten einen Vertrag über den Verkauf von Holzkohle, wie die kubanische Staatszeitung "Granma" berichtete. Demnach wird CubaExport übernächste Woche eine erste Ladung von 40 Tonnen Holzkohle auf den Weg schicken.

Ausnahmeregelungen machen Export möglich

Das 1962 verhängte US-Handelsembargo gegen Kuba ist zwar weiter in Kraft. Allerdings hat der scheidende US-Präsident Barack Obama einige Ausnahmeregelungen geschaffen. Bestimmte Produkte von landwirtschaftlichen Kooperativen, etwa Kaffee, dürfen damit wieder von Kuba in die USA eingeführt werden. Die Erlaubnis gilt aber nicht für die wichtigsten kubanischen Exportgüter Tabak, Alkohol und Mineralien.

Die beiden Länder hatten nach Jahrzehnten der Konfrontation im Juli 2015 wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen und nähern sich nach und nach weiter an. Der US-Kongress, in dem die Republikaner die Mehrheit haben, zögert bislang aber, das Handelsembargo ganz aufzuheben.

Kuba exportiert jährlich 40.000 bis 80.000 Tonnen Holzkohle, vor allem nach Europa. Coabana Trading bezahlt laut "Granma" 420 Dollar pro Tonne, das sind umgerechnet rund 400 Euro. Unternehmenschef Scott Gilbert sagte vor Journalisten, der Vertrag sei "eine weitere Planke in der Brücke zwischen den USA und Kuba".

chr/jj (afp, rtr)

 

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