Erster Dopingfall in Pyeongchang | Sport | DW | 13.02.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Olympische Winterspiele

Erster Dopingfall in Pyeongchang

Ein japanischer Shorttracker wird positiv auf eine Substanz getestet, mit der man Doping verschleiern kann. Kei Saito beteuert seine Unschuld.

Der japanische Shorttrack-Läufer Kei Saito hat für den ersten Dopingfall bei den Olympischen Winterspielen 2018 gesorgt. Wie die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportschiedsgerichtshofes (CAS) in Pyeongchang mitteilte, wurde bei der Analyse einer Trainingskontrolle das Diuretikum Acetalozamid entdeckt. Auch die B-Probe sei positiv gewesen. Mit der verbotenen Substanz kann man Doping verschleiern. Der 22 Jahre alte Japaner, Dritter der Junioren-WM 2013, wurde vorläufig gesperrt. Saito verließ das olympische Dorf freiwillig. Über eine Sanktion will der CAS bis zum Ende der Winterspiele entscheiden.

Shorttracker Saito: "Unerklärlich"

"Ich bin überrascht und bestürzt", ließ Saito wissen. der als Ersatzmann für die japanische 5000-Meter-Staffel vorgesehen war. "Das ist unerklärlich. Ich habe niemals Doping beabsichtigt. Ich habe auch niemals Präparate eingenommen, die ich verschleiern müsste." Japans Chef de Mission Yasuo Saito teilte mit, der Shorttracker sei noch am 29. Januar im Trainingslager in der Heimat negativ getestet worden: "Daher haben wir derzeit keine Erklärung, wie die Substanz in seinen Körper gelangen konnte."

Zum zweiten Mal nach den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro entscheidet eine CAS-Außenstelle direkt vor Ort über Dopingfälle bei den Olympischen Spielen. Analysiert werden die Dopingproben in Südkoreas Hauptstadt Seoul.

sn/jw (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt