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Reise

Erster Direktflug USA-Havanna seit über 50 Jahren

Am frühen Montagmorgen startete in Miami eine Maschine von American Airlines, anderthalb Stunden später folgte in New York ein Flugzeug von JetBlue Airways. Ein weiterer Schritt im Annäherungsprozess beider Staaten.

Strohhüte und kubanische Snacks wurden am Montagmorgen in Miami an die Passagiere des American-Airlines-Fluges 9442 verteilt. Ausgerechnet drei Tage nach dem Tod von Revolutionsführer Fidel Castro begaben sie sich auf eine historische Reise - an Bord des ersten Linienfluges von den USA in die kubanische Hauptstadt Havanna seit mehr als 50 Jahren.

Jahrzehntelang durften wegen der diplomatischen Eiszeit zwischen beiden Staaten nur Charterflugzeuge unter bestimmten Bedingungen auf Strecken zwischen den Vereinigten Staaten und Kuba verkehren. Ende August hatte wieder ein regulärer Flugverkehr zwischen den USA und der Karibikinsel begonnen - Havanna wurde bislang aber nicht direkt aus den USA angeflogen.
      
Nun soll es täglich 110 Flüge zwischen beiden Ländern geben, 20 davon nach Havanna. Der scheidende US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raúl Castro hatten in den vergangenen Jahren eine Phase der Annäherung gestartet. Im Juli 2015 nahmen Kuba  und die USA ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf. Ob und wie der Annäherungsprozess beider Staaten weiter geht, ist allerdings unklar.

Kurz vor dem Start von AA 9442 richtete der designierte US-Präsident Donald Trump eine Nachricht an den kubanischen Staatschef Rául Castro, den Bruder des verstorbenen Revolutionsführers: Sollte der karibische Nachbar sich nicht zu einer besseren Vereinbarung für die kubanische Bevölkerung, die Exilkubaner und die gesamten USA bereit erklären, werde er die unter seinem Vorgänger Barack Obama getroffenen Abmachungen beenden, kündigte Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter an.

ks/ch (afp)

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