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Aktuell Asien

Erster Überlebender der Erdrutsch-Katastrophe geborgen

Mehr als 60 Stunden nach dem verheerenden Erdrutsch in der chinesischen Stadt Shenzhen haben Retter den ersten Überlebenden gerettet. Gleichzeitig wird vermehrt Kritik an den Behörden laut.

Fast drei Tage nach dem gigantischen Erdrutsch von einer Bauschutthalde im chinesischen Shenzhen sind zunächst zwei Überlebende gefunden worden. Nach Angaben der Rettungskräfte wurde ein 19-Jähriger ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist demnach nicht lebensbedrohlich. Für den anderen Mann kam die Rettung zu spät, er erlag kurze Zeit später seinen schweren Verletzungen. Mehr als 70 Menschen galten nach dem Unglück vom Sonntag noch als vermisst. Am Dienstag war ein erster Toter geborgen worden.

Die Schuttmassen, unter denen der junge Mann lag, waren entstanden, nachdem am Sonntag nach heftigem Regen eine riesige Halde aus ausgehobener Erde und Baumaterial in einem Industriepark der Stadt kollabiert war. Mehr als 30 Gebäude wurden darunter begraben, darunter auch zwei Arbeiterwohnheime. Laut den Behörden konnten die meisten Bewohner und Arbeiter jedoch rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden.

Behörden wussten von Missständen

Das Engagement der Behörden kam jedoch nach Ansicht vieler zu spät. Anwohner und lokale Medien hatten schon oft vor den gefährlichen Ausmaßen der Deponie gewarnt. Die Behörden wussten davon, dass die rund 100 Meter hohe Bauschutthalde in dem alten Steinbruch unsachgemäß befüllt worden war.

Wie der Staatssender "China National Radio" berichtete, nahm die Polizei einen Vizepräsidenten der Firma fest, die das Betriebsrecht für die Schuttdeponie besitzt. Auch Computer der Firma sind demnach beschlagnahmt worden.

djo/kle (afp, dpa)

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