1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Aktuell Welt

Erste Todesopfer zurück in Russland

Beim Absturz des Metrojet-Airbusses in Ägypten kamen 224 Menschen ums Leben. Die Ursachen sind noch unklar. In St. Petersburg begann die Identifizierung der Opfer. Ganz Russland trauert.

Spezialtransporter brachten erste sterbliche Überreste vom Flughafen von St. Petersburg zu einem gerichtsmedizinischen Labor. Dort soll Vizegouverneur Igor Albin zusammen mit Forensikern die Arbeit koordinieren. Die Leichen werden mit Hilfe von DNA-Proben identifiziert und dann den Hinterbliebenen übergeben.

Am frühen Morgen war in der nordrussischen Metropole ein erstes Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums gelandet. Die aus Kairo kommende Iljuschin Il-76 hatte die sterblichen Überreste von 144 Insassen an Bord. Insgesamt waren bei der Katastrophe über dem Sinai 224 Menschen ums Leben gekommen.

Die ersten Todesopfer wurden nach St. Petersburg überführt (foto: AP)

Die ersten Todesopfer wurden nach St. Petersburg überführt

Ermittler aus Ägypten und Russland fahnden weiter nach der Ursache. Laut einer Untersuchungskommission in Moskau soll die Passagiermaschine der russischen Fluggesellschaft Metrojet "in großer Höhe" zerbrochen sein. Es sei aber zu früh, daraus weitere Schlussfolgerungen zu ziehen, hieß es.

Der Chef des Luftfahrtkomitees, Viktor Soroschenko, sagte nach einem Besuch der Absturzstelle, "auf den ersten Blick" lasse sich keine These ausschließen. Ein ägyptischer Ableger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich zu einem "Abschuss" bekannt, doch hielten dies die russischen und ägyptischen Behörden für wenig wahrscheinlich.

Der Airbus A-321 voller Urlauber war auf dem Rückweg vom Badeort Scharm el Scheich gewesen. In Moskau spricht man vom schwersten Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt.

SC/as (afp, dpa)