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Aktuell Europa

Erste Starts am Brüsseler Flughafen nach Terroranschlag

Nach den islamistischen Terroranschlägen vor knapp zwei Wochen kehrt Brüssel langsam zum Normalzustand zurück. Für Passagiere wird sich am Flughafen der belgischen Hauptstadt dennoch einiges ändern.

Belgien Nach Terroranschlägen in Brüssel - Flughafen Zaventem (Foto: picture alliance/ZUMA Press)

Nach den Terroranschlägen am 22. März muss der Brüsseler Flughafen langsam wieder aufgebaut werden (Archivbild)

Der bei den blutigen Terroranschlägen beschädigte Brüsseler Flughafen Zaventem hat seinen Betrieb eingeschränkt wieder aufgenommen. Unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen wurden die ersten Fluggäste schon vor Betreten des Flughafengebäudes kontrolliert. Für Sonntag sind allerdings zunächst nur drei Flüge von Brussels Airlines nach Faro, Athen und Turin geplant. Bei den Attacken islamistischer Terroristen am 22. März wurden am Flughafen und in der U-Bahn im Zentrum der Stadt 32 Menschen getötet.

"Symbolisch und wirtschaftlich wichtig"

Premierminister Charles Michel hatte zuvor erklärt, die Wiedereröffnung sei "symbolisch und wirtschaftlich wichtig". Am Dienstag hatte ein erster Test zur Wiederaufnahme des Flugbetriebes stattgefunden. Dazu wurden 800 Flughafenmitarbeiter eingesetzt, um die provisorischen Einrichtungen zu überprüfen.

Nach dieser Maßnahme könnten in einem Check-In-Bereich 800 Fluggäste pro Stunde abgefertigt werden - das entspricht etwa 20 Prozent der früheren Kapazität. Bis wieder Normalbetrieb herrschen könnte, würde es Monate dauern, hatte Flughafenchef Arnaud Feist erklärt. Der Flughafenbetreiber rechnet mit einer vollen Auslastung frühestens Ende Juni. Seine Verluste durch die Schließung beziffert er auf fünf Millionen Euro pro Tag. Mit 260 Unternehmen unter seinem Dach und 20.000 Mitarbeitern zählt der Airport Zaventem zu Belgiens größten Arbeitgebern.

Schärfere Sicherheitskontrollen

Eine Streikwarnung der Sicherheitskräfte drohte die Wiedereröffnung des Flughafens zusätzlich zu belasten. Die Arbeitnehmervertretung hatte gefordert, das Sicherheitskonzept des Flughafens zu überarbeiten. Inzwischen haben sich Gewerkschaften der Flughafenpolizei und der engste Mitarbeiterstab des belgischen Innenministers Jan Jambon auf verschärfte Kontrollen verständigt.

Passagiere und deren Gepäck sollen künftig schon an der Schwelle zum Abfluggebäude des Flughafens kontrolliert werden. Der Flughafenbetreiber hatte Kontrollen vor dem Gebäude zunächst mit dem Argument abgelehnt, dies werde zu langen Warteschlangen führen, die erst recht ein leichtes Ziel für Attentäter seien. Weiterhin soll der Airport nur noch mit dem Auto angefahren werden dürfen, hieß es. Zur Überprüfung der Nummernschilder werden Spezialkameras aufgestellt.

nin/uh (dpa, rtr, afp)