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Aktuell Asien

Erste Parlamentssitzung mit Suu Kyi

Drei Monate nach ihrer Wahl hat die Oppositions-Politikerin ihr Debüt als Abgeordnete gegeben. Die 67-Jährige hatte bei einer Nachwahl für die NLD den Sitz im Parlament erhalten.

"Ich werde versuchen, mein Bestes für mein Land zu geben", sagte Aung San Suu Kyi bei ihrem Eintreffen am Parlamentsgebäude in Naypyidaw. Die Teilnahme der Oppositions-Politikerin an der Parlamentssitzung ist ein weiterer Schritt Birmas zu mehr Demokratie.

Nach dem Ende der jahrzehntelangen Herrschaft der Militärjunta in Birma wird das südostasiatische Land inzwischen von einer formal zivilen Regierung unter Ex-General Thein Sein geführt. Der Präsident hatte es Suu Kyi ermöglicht, in die Politik zurückzukehren. Unter anderem will der Regierungschef ein Ende der internationalen Sanktionen gegen das Land erreichen.

Politisches Engagement begann vor 24 Jahren

Seit 1988 hatte sich Suu Kyi in der Demokratiebewegung von Birma engagiert und die Partei "Nationale Liga für Demokratie" (NLD) mitbegründet. Die Militärregierung sah in der engagierten Politikerin eine Gefahr für die staatliche Sicherheit und stellte Suu Kyi über Jahre unter Hausarrest. 1991 erhielt sie für ihren Einsatz in Birma den Friedensnobelpreis.

Das Parlament beriet an diesem Montag unter anderem über die Lage nach den jüngsten Unruhen im westlichen Staat Rakhine. Dort wurden im Juni bei Unruhen zwischen Buddhisten und Muslimen mehr als 80 Menschen getötet und Zehntausende in die Flucht getrieben. Auf der Tagesordnung stand zudem ein Investitionsgesetz.

li/gmf/kis (afp, rtr)