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Kultur

Erste Libanesische Filmtage in Potsdam mit 27 Beiträgen

Fröhliche Menschen, ein ruhiger Strand, die belebte Innenstadt von Beirut: Mit diesen Szenen des Streifens "I remember Lebanon" von Zeina Aboul Hosn werden am 18. Januar die ersten Libanesischen Filmtage im Filmmuseum Potsdam eröffnet. In 27 Beiträgen soll bis 21. Januar das Land jenseits von Krieg und Zerstörung präsentiert werden, wie Museumsdirektorin Bärbel Dalichow am Dienstag (9.1.2007) in Potsdam sagte. "In Deutschland kennen wir Beirut vor allem als zerschossene Stadt", meinte sie. Ganz ausgespart werden die jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen allerdings auch in dem Eröffnungsfilm nicht. Laut Dalichow gebe es kaum Werke libanesischer Filmemacher, die dieses Thema nicht aufgriffen.

"Wir zeigen Filme, die bisher nicht in Deutschland zu sehen waren", sagte Dalichow. Bevorzugte Sujets in den mehrheitlich mit englischem Untertitel versehenen Filme seien zum Beispiel familiäre und Liebesbeziehungen. "Wir wollten von Anfang an ein Kunstprojekt machen", sagte Dalichow. Als Sponsor der Veranstaltung trete ein in Deutschland lebender libanesischer Geschäftsmann auf. Die kriegerischen Auseinandersetzungen 2006 hätten keinen Einfluss auf den Termin der Libanesischen Filmtage gehabt, sagte Dalichow.

Zur Eröffnung werde auch Berlinale-Chef Dieter Kosslick erwartet. Kuratorin ist die in Berlin lebende Filmemacherin Myrna Maakaron, die bei der Berlinale 2004 mit dem Preis Berlin Today Award für ihren Streifen "BerlinBeirut" ausgezeichnet wurde. Wie viele libanesische Filmemacher lebe auch sie im Ausland, betonte Dalichow. Daher hätten die Beiträge für die Veranstaltung zum Teil auch in den USA oder der Schweiz angefragt werden müssen. Maakaron bezeichnete die fehlende finanzielle Förderung als eines der Hauptprobleme von Filmemachern in ihrem Heimatland.