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Detusche Geschichte

Erste Holocaust-Professur Deutschlands

Wider das Vergessen: An der Goethe-Universität Frankfurt wurde erstmals ein Lehrstuhl eingerichtet, der den Holocaust erforschen soll. Ernannt wurde eine vielversprechende Professorin.

Historikerin Sybille Steinbacher (picture-alliance/dpa/Foto Stein Jena)

Die Historikerin Sybille Steinbacher lehrt zurzeit noch an der Universität Wien

Die Historikerin Sybille Steinbacher übernimmt die erste Holocaust-Professur in Deutschland an der Goethe-Universität in Frankfurt. Die 1966 in München geborene Steinbacher ist eine Expertin auf dem Gebiet der Holocaust-Forschung.

Die neue Professur wird im Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften angesiedelt sein. Der Lehrstuhl ist zudem mit der Leitung des Fritz-Bauer-Institutes in Frankfurt verbunden, das den Holocaust erforscht und dokumentiert.

Ein Meilenstein für die Aufarbeitung

Steinbachers Berufung sei ein "Meilenstein auf dem Weg hin zu einem besseren Verständnis der nationalsozialistischen Verbrechen und deren Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart hinein", sagte der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU). Das Land Hessen unterstützt die Professur demnach mit 150.000 Euro jährlich.

Sybille Steinbacher arbeitet zurzeit am Wiener Institut für Zeitgeschichte und Vergleichende Diktatur-, Gewalt- und Genozidforschung. Die Holocaust-Professur in Frankfurt wird sie zum 1. Mai 2017 übernehmen. Sie studierte Geschichte und Politikwissenschaften in München und promovierte 1998 an der Ruhr-Universität in Bochum.

Nach Aussagen des hessischen Wissenschaftsministers Rhein wurde Steinbacher von einer international besetzten Berufungskommission empfohlen und vom Senat und Präsidium der Universität berufen.

lf/se (dpa, epd, kna)

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