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Reise

Erste Gäste in Banksys Hotel im Westjordanland

Das neue Hotel des berühmten britischen Street-Art-Künstlers Banksy hat am Montag seinen Betrieb in Bethlehem im Westjordanland aufgenommen.

Gäste aus sechs Ländern haben am Montag in "The Walled Off Hotel" übernachtet. Vor zwei Wochen war die Unterkunft überraschend vom Street-Art-Künstler Banksy eröffnet worden, sie liegt in Bethlehem in unmittelbarer Nähe zur israelischen Sperranlage. Banksy wirbt damit, dass alle neun Zimmer die "schlechteste Aussicht von allen Hotels der Welt" haben. Die Preise pro Nacht reichen von 30 Dollar im Stockbett bis 965 Dollar in der Präsidenten-Suite. Die Kunden müssen außerdem eintausend Dollar (930 Euro) Kaution hinterlegen, damit sie kein Banksy-Kunstwerk aus dem Hotel mitgehen lassen.

"Es ist seltsam - ich fühle mich wie in einem Gemälde", sagte Paul Smith aus dem südenglischen Bristol. Toan Nguyen aus Australien erzählte, er habe viel Zeit im Internet verbracht, um ein Bett in dem Hotel zu ergattern. "Ich war in den letzten drei Wochen in Israel und habe zufällig von dem Hotel gehört." Hotelmanager Wissam Salsaa sagte, die nächsten drei Monate seien praktisch ausgebucht. Touristen dürfen sich das Hotel auch anschauen, wenn sie keine Übernachtung buchen. Die Deutsche Bea Kaufmann, die in der israelischen Metropole Tel Aviv lebt, nutzte diese Gelegenheit und kam mit Freunden in das Hotel. Es sei "wichtig, die andere Seite zu sehen", sagte sie.

 

Banksy hat weltweit Wände mit seinen berühmten Schablonen-Graffiti verziert. Der mysteriöse britische Künstler gilt als einer der größten Meister der Street Art, seine oftmals politischen Graffiti können hunderttausende Euro wert werden. Die genaue Identität des Künstlers ist unklar. In den Palästinensergebieten hat Banksy bereits mehrfach seine Spuren hinterlassen. Zuletzt war er im Jahr 2015 heimlich in den Gazastreifen gereist und hatte drei Graffitis auf Trümmern aus dem Gazakriegs im Jahr davor hinterlassen. 
ch/ks (AFP)    

 

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