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Europa

Erste Erfolge im Kampf gegen die Feuer

Im Kampf gegen die Feuer nahe der griechischen Hauptstadt Athen gibt es erste Erfolge. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh. Griechenlands Regierung gerät zunehmend in die Kritik.

Löschflugzeug lässt Ladung im Flug ab (Foto: AP)

Im Kampf gegen die Flammen haben auch Italien und Frankreich Löschflugzeuge geschickt

Die riesigen Waldbrände am Rande der griechischen Hauptstadt Athen haben etwas nachgelassen. Das Feuer wüte zwar immer noch, jedoch nicht mehr mit der Intensität der Vortage, bestätigte die griechische Feuerwehr am Montag (24.08.2009). Nach ihren Angaben gibt es aktuell noch drei Hauptherde im Osten der Region Attica.

Hilfe auch aus Italien und Frankreich

Die Bemühungen der knapp 500 Feuerwehrleute und 300 Soldaten im Kampf gegen die Flammen haben sich damit bezahlt gemacht. Unterstützt werden die Feuerwehrleute am Boden durch den Einsatz von Löschflugzeugen. Im Einsatz sind nicht nur Flugzeuge aus Griechenland, sondern auch aus Italien und Frankreich.

Feuerwand aus der Luft fotografiert (Foto: AP)

Eine riesige Feuerwand westlich der griechischen Hauptstadt (Foto: AP)

Die Feuer waren am Freitag rund 40 Kilometer nordöstlich von Athen ausgebrochen. Bald danach griffen sie auf die umliegenden Dörfer über. Angefacht durch starke Winde fraß sich die Feuerwand durch Gebiete nördlich der griechischen Hauptstadt. Zeitweise loderten 140 Brände. Zahlreiche Gebäude wurden durch die Flammen zerstört. Tausende Menschen wurden in die Flucht getrieben. Die Behörden sprachen von einer Umweltkatastrophe und riefen den Notstand aus. Mehr als 15.000 Hektar Wald, Felder und Olivenhaine wurden vernichtet.

Kritik an der Regierung

Bereits 2007 hatte es in Griechenland schwere Brände gegeben. 65 Menschen kamen damals ums Leben. Nach Einschätzung der Umweltorganisation WWF hat die griechische Regierung aus dieser Brandkatastrophe jedoch kaum etwas gelernt. Es fehle immer noch ein flächendeckendes Netz von Wasserzugängen für die Löschfahrzeuge. Außerdem gebe es viel zu wenige Brandschutzschneisen, beklagte die griechische Sektion des WWF. Deren Direktor Dimitris Karavellas warf der Regierung in Athen Versagen aber noch in einer weiteren Hinsicht vor: Schon kurz nach der Feuerkatastrophe vor zwei Jahren seien viele Häuser illegal errichtet worden. Statt diese wieder abreißen zu lassen, sei nichts gegen den gesetzeswidrigen Bau unternommen worden. Eben das aber ermuntere Brandstifter zu neuen Taten.

Karamanlis (Foto: dpa)

Ministerpräsident Karamanlis steht in der Kritik

Tatsache ist: Viele Feuer wurden vorsätzlich gelegt. Das war 2007 so und es hat sich in diesem Jahr wiederholt. Bodenspekulanten versuchen, Wald zu zerstören, in der Hoffnung, dass kurz darauf die verbrannnten Gebiete für den Bau von Häusern freigegeben werden.

Bürgermeister aus den Katastrophengebieten haben das in den vergangenen Tagen immer wieder kritisiert. Ob ihre Klagen zu einem radikalen Umdenken in der Regierung von Ministerpräsident Kostas Karamanlis führen werden, bleibt abzuwarten. (haz/mas/rtr/afp/ap/dpa)

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