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Amerika

Erste Absturzopfer identifiziert

Drei Wochen nach dem Absturz eines französischen Passagierflugzeugs über dem Atlantik sind elf Opfer identifiziert worden. Zehn von ihnen sind Brasilianer. Insgesamt wurden bislang 50 Leichen geborgen.

Helfer bergen ein Wrackteil der abgestürzten Maschine

Ein Wrackteil der abgestürzten Maschine wird geborgen

Bei den identifizierten Toten handele es sich um "zehn Brasilianer und einen Ausländer", teilten die brasilianischen Behörden am Sonntag (21.06.2009) mit. Die Familien der sechs Männer und fünf Frauen seien informiert worden. Die Nationalität des elften Opfers wurde zunächst nicht bekannt. Die Leichen wurden anhand von DNA-Proben, Fingerabdrücken und Behandlungsdaten von Zahnärzten identifiziert.

Die Maschine der Air France war am 1. Juni mit 228 Menschen an Bord auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris abgestürzt. Unter den Toten sind auch 28 Deutsche. Bei den bisherigen Bergungsarbeiten wurden insgesamt 50 Leichen gefunden.

Weiter Suche nach Flugschreibern

Mann steht auf einem im Wasser schwimmenden Trümmerteil (Foto: AP)

Die Suche nach den Opfern geht weiter

An der Absturzstelle wird weiter nach den Black Boxes des abgestürzten Airbus gesucht. Die französischen Behörden erhoffen sich davon Aufschluss über die Unglücksursache, die nach wie nicht bekannt ist.

Die Signalgeber der Flugschreiber sind nur noch etwa eine Woche aktiv. Danach dürfte ihre Ortung auf dem Meeresgrund praktisch unmöglich werden.

Angehörige erhalten Entschädigung

Wartende Menschen am Flughafen in Paris (Foto: AP)

Angehörige der Passagiere warteten am 1. Juni vergeblich auf die Ankunft der Air-France-Maschine

Am Freitag hatte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon mitgeteilt, dass die Fluggesellschaft den Hinterbliebenen der Opfer eine erste Entschädigung von jeweils rund 17.500 Euro zahlen will. Die Anwälte des Unternehmens würden Kontakt mit den Angehörigen in 32 Ländern aufnehmen, um sicherzustellen, dass sie das Geld erhalten.

Der Absturz wird die Versicherungen von Air France vermutlich mehrere hundert Millionen Euro kosten. Nach Einschätzung von Experten handelt es sich bei der Katastrophe um den teuersten Luftverkehr-Unfall seit dem Absturz einer American-Airlines-Maschine im Jahr 2001. Damals kamen in New York 265 Menschen ums Leben, als ein Airbus nach einem Pilotenfehler in den Stadtteil Queens stürzte. (gri/la/afp/ap/dpa)

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