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Wissen & Umwelt

Erneuter Zwischenfall auf ISS

Die Pechsträhne auf der Raumstation hält an. Eine Sojus-Kapsel sollte in dieser Woche eigentlich mehrere Crew-Mitglieder zur Erde bringen. Nun gibt es Ärger mit dem Triebwerk.

Video ansehen 03:46

Was passiert in Zukunft mit der Internationalen Raumstation ISS?

Die Internationale Raumstation (ISS) sei stabilisiert worden, für die sechsköpfige Besatzung habe keine Gefahr bestanden, so die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. Zuvor ist es laut den Behörden bei Arbeiten an einer Sojus-Kapsel zu einem Zwischenfall gekommen. Die Kapsel wurde auf den Rückflug zur Erde an diesem Donnerstag vorbereitet. Dabei sei das Triebwerk unvorhergesehen gestartet und habe die Position der ISS leicht verändert.

Die Kapsel könne auch weiterhin für eine Rückkehr zur Erde genutzt werden. An diesem Donnerstag sollten die Italienerin Samantha Cristoforetti, der Russe Anton Schkaplerow und der US-Amerikaner Terry Virts vom international besetzten Außenposten der Menschheit zurückkehren. Nach Medienangaben verschiebt sich dieser Termin nun um zwei Wochen.

Wann kommt die Ablösung?

Die Rückkehr der drei Besatzungsmitglieder war ursprünglich bereits auf Ende Mai angesetzt, musste aber schon einmal wegen einer Panne verschoben werden. Grund war der Absturz eines Raumfrachters vom Typ Progress. Am 8. Mai hatte eine defekte

Trägerrakete

den Raumfrachter in eine zu niedrige Umlaufbahn geschickt. Er erreicht die ISS nicht, geriet außer Kontrolle und verglühte beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Raumfrachter Progress Internationale Raumstation ISS (Foto: Nasa/dpa)

Raumfrachter vom Typ Progress

Die Panne an der Raketenstufe hatte auch Einfluss auf

Wachablösung

der drei Besatzungsmitglieder. Denn Roskosmos muss erst die Ursachen ermitteln, bevor der Russe Oleg Kononenko, der Japaner Kimiya Yui und des US-Astronaut Kjell Lindgren zur Internationalen Raumstation aufbrechen können. Ursprünglich sollten sie am 26. Mai vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur abheben. Jetzt soll der Start Ende Juli stattfinden. Ob es durch den aktuellen Vorfall zu weiteren Verzögerungen kommt ist noch nicht bekannt.

Unter der Pannenserie hat das Ansehen von Roskosmos in jüngster Zeit gelitten. Die russische Raumfahrtbehörde hat seit dem Ende des US-Space-Shuttle-Programms ein Monopol auf die Transportflüge zur ISS.

nm/fs (dpa, rtr)

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