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Welt

Erneut starkes Erdbeben vor japanischer Küste

Wieder versetzte ein Erdbeben mit einer Stärke von 7,3 die Menschen in Japan in Angst und Schrecken. Doch dieses Mal scheint es glimpflich ausgegangen zu sein. Berichte von Schäden gab es bislang nicht.

Seismograph (Foto: AP)

Die Stärke des Bebens wurde mit 7,3 auf der Richterskala angegeben

In Japan hat sich am Sonntag (10.07.2011) erneut ein starkes Erdbeben ereignet. Wie die japanische Meteorologiebehörde mitteilte, hatte das Beben eine Stärke von 7,3 auf der Richterskala. Das Epizentrum habe in einer Tiefe von zehn Kilometer gelegen.

Tsunami-Warnung wieder aufgehoben

Nach Angaben der US-Geologiebehörde ereignete sich das Beben vor der Ostküste der Hauptinsel Honshu. Die Behörden gaben vorübergehend eine Tsunami-Warnung heraus, hoben sie aber nach gut einer Stunde wieder auf. In der Stadt Ofunato in der Präfektur Iwate und der Stadt Soma in der Präfektur Fukushima kam nach Angaben der Wetterbehörde eine nur zehn Zentimeter hohe Welle an.

Tsunami-Warnzentrum auf Hawaii (Foto: AP)

Die Tsunami-Warnung wurde nach einer Stunde wieder aufgehoben

Die Arbeiter im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht, wie der Fernsehsender NHK meldete. Es habe aber keine Probleme an den Reaktoren gegeben, teilte die Betreibergesellschaft Tepco mit.

Am 11. März hatten ein Beben der Stärke 9,0 und eine rund 14 Meter hohe Tsunamiwelle in der nordöstlichen Region verheerende Schäden angerichtet. Bei der Katastrophe kamen mehr als 15.500 Menschen ums Leben, fast 5400 werden noch vermisst. Beben und Tsunami lösten am AKW Fukushima zudem die größte Nuklearkatastrophe seit Tschernobyl vor 25 Jahren aus.

Atomanlage in Fukushima noch Jahrzehnte nicht unter Kontrolle

Zerstörter Reaktor 4 in Fukushima (Foto: AP)

Frühestens im Jahr 2021 könnten die geschmolzenen Brennstäbe in den Reaktoren geborgen werden

Die Aufräumarbeiten an der havarierten Atomanlage Fukushima könnten nach Angaben der Regierung erst in mehreren Jahrzehnten beendet sein. Zahlreiche Menschen hätten aus dem Gebiet der Anlage in Sicherheit gebracht werden müssen und es werde wohl bis zu zehn Jahre dauern, um die Situation in Fukushima unter Kontrolle zu bekommen, sagte Ministerpräsident Naoto Kan. "Bis der Unfall komplett ausgestanden ist, könnten sogar noch mehrere Jahrzehnte vergehen", fügte er hinzu.

Berichten des TV-Senders NHK zufolge gehen die japanische Atomenergiebehörde und der Betreiber der Anlage in Fukushima, Tepco, davon aus, dass sie erst 2021 mit der Entnahme der in drei Reaktoren geschmolzenen Brennstäbe beginnen können.

Autorin: Annamaria Sigrist (dpa, dapd, rtr)
Redaktion: Siegfried Scheithauer