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Fußball

Erneut nur Remis in der Königsklasse

Stuttgart kommt in der Champions League auf keinen grünen Zweig. Auch nach dem vierten Gruppenspiel beim FC Sevilla wartet die Mannschaft von Trainer Markus Babbel auf den ersten Sieg. Aber es gibt Anlass zur Hoffnung.

Spielszene Sevilla - Stuttgart (Foto: dpa)

Stuttgart tat sich sschwer gegen den FC Sevilla

Ohne Sechs mussten die Stuttgarter bei der Nummer drei im spanischen Fußball, dem FC Sevilla, antreten: Verletzungsbedingt fehlten Cacau, Ciprian Marica, Christian Träsch, Ricardo Osorio und Sami Khedira sowie weiter der langzeitverletzte Martin Lanig. Wegen dieser Personalsorgen baute Stuttgarts Trainer Markus Babbel sein Team im Vergleich zum 0:0 gegen Bayern München um und setzte auf das "Tannenbaum-System" mit vier Verteidigern, drei defensiven und zwei offensiven Mittelspielern, davor Pavel Pogrebnjak als einzige Spitze.

Nach einem aussichtsreichen aber erfolglosen Konter des VfB übernahm der viermalige spanische Meister schnell die Initiative: Eine schnelle Kombination mit direkten Pässen durch die Zentrale der VfB-Abwehr schloss Mittelfeldspieler Jesus Navas zur 1:0-Führung ab (14.). Ein Treffer, der die Stuttgarter ins Mark traf. Offensiv lief in der Folge kaum etwas, immer wieder offenbarten die VfB-Spieler große technische Mängel. Die Spanier agierten dagegen spielstark und hätten die Führung durch Alvaro Negredo sogar noch vor der Pause erhöhen können.

Alles noch drin

Spielszene Sevilla - Stuttgart mit Artur Boka (Foto: dpa)

Nach der Pause zeigte der VfB ein anderes Gesicht

Stuttgart kam spielstärker und aggressiver aus der Kabine und hatte Pech, dass der eingewechselte Sebastian Rudy (53.) freistehend vergab. Kurze Zeit später setzte Pogrebnjak einen Kopfball-Aufsetzer nur an die Latte. Die Spielweise und die Einstellung des VfB stimmten nun, das Ergebnis noch nicht – bis zur 78. Minute: Zdravko Kuzmanovic fasste sich ein Herz und knallte den Ball aus 25 Metern zum 1:1-Endstand ins Tor. "Das Unentschieden war gerecht, aber es war sogar mehr drin heute", analysierte Markus Babbel nach dem Spiel und übte Kritik an seinen Spielern. "Ich verstehe es nicht: Da hat man ein halbes Jahr hart gearbeitet, um in die Champions League zu kommen und hat dann Angst hier zu spielen. Dabei bin ich der einzige, der Angst haben muss, weil ich den Kopf hinhalten muss, aber ich halte das aus."

Ein Traumergebnis für den VfB gab es aber doch noch an diesem Abend: Im zweiten Spiel der Gruppe G trennten sich der rumänische Meister Unirea Urziceni und die Glasgow Rangers 1:1 (0:0). Damit hat Stuttgart trotz der bisher mageren Ausbeute immer noch die Chance, das Viertelfinale aus eigener Kraft zu erreichen. "Das Ergebnis hier macht mich mutig, dass wir es schaffen", sagte Babbel im Hinblick auf die entscheidenden Spiele gegen Urziceni und Glasgow. "Aber dann müssen wir 90 Minuten so spielen, wie wir es hier nur 45 Minuten lang gemacht haben." Der FC Sevilla, der zum ersten Mal in einem Champions-League-Heimspiel nicht gewinnen konnte, ist dagegen schon jetzt für das Viertelfinale qualifiziert.

Barcelona enttäuscht in Russland

Spielszene Kasan - Barcelona (Foto: dpa)

Angstgegner Kasan: Hinspiel 1:2, Rückspiel 0:0

Interessant wird es in Gruppe F. Nach vier Spieltagen trennen den Gruppenersten Inter Mailand und den Letzten Dynamo Kiew nur zwei Punkte. Außenseiter Rubin Kasan aus Russland trotzte Titelverteidiger FC Barcelona ein 0:0 ab, außerdem trennten sich Dynamo Kiew und Inter 1:2 (1:0). Kaum noch Chancen auf das Achtelfinale hat der FC Liverpool. In Lyon kamen die "Reds" nur zu einem enttäuschenden 1:1 (0:0) und bleiben damit auf dem dritten Platz in Gruppe E. Liverpool hat zwei Spieltage vor Schluss fünf Punkte Rückstand auf Florenz, das sich mit 5:2 (1:1) gegen den ungarischen Meister VSC Debrecen durchsetzte.

So gut wie durch ist der FC Arsenal nach dem 4:1 (2:0) in Gruppe H gegen AZ Alkmaar. Auch Standard Lüttich hat seine Chance aufs Viertelfinale gewahrt. Der belgische Meister schlug Olympiakos Piräus mit 2:0 (1:0).


Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Arnulf Boettcher

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