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Ostmitteleuropa

Erneut katholischer Priesters aus Russland ausgewiesen

- Polnischer Pfarrer muss das Land innerhalb von 15 Tagen verlassen

Warschau, 23.2.2003, PAP, poln.

"Russland hat einen weiteren polnischen katholischen Priester des Landes verwiesen", erklärte am Freitag (21.2.) der Sekretär der Bischofskonferenz, Pater Igor Kowalewski gegenüber der Presseagentur PAP.

Seinen Informationen zufolge wurde die Aufenthaltsgenehmigung für den Pfarrer Bronislaw Czaplicki aus der Ortschaft Puschkin in der Nähe von Moskau nicht verlängert. Die Behörden forderten den Pfarrer auf, das Land binnen zwei Wochen zu verlassen.

Diese Informationen wurden von dem Betroffenen selbst während eines Gespräches mit der Polnischen Presseagentur bestätigt. "Am Freitag wurde ich offiziell darüber informiert, dass meine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wird. Laut dem Antragsformular, das ich während der Bemühungen um die Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung ausfüllen musste, bin ich verpflichtet, das Land innerhalb von 15 Tagen zu verlassen", sagte Pfarrer Czaplicki. Ferner teilte er mit, dass diese negative Entscheidung von der Kreisabteilung für Visa- und Anmeldeangelegenheiten in Petersburg getroffen wurde. Er äußerte jedoch die Hoffnung, dass es ihm trotz dieser Entscheidung gelingen werde, nach Russland zurückzukehren. "Ich habe offiziell das Recht auf Rückkehr nicht verloren", betonte Pfarrer Czaplicki.

Der aus Przasnysz stammender Priester Czaplicki arbeitete seit 12 Jahren in Russland. Außer seiner Arbeit als Pfarrer bemühte er sich u. a. um die Heiligsprechung katholischer Märtyrer aus der Sowjetzeit.

Das ist der sechste katholische Priester, der seit April 2002 aus Russland ausgewiesen wird. Vorher wurde die Aufenthaltsgenehmigung des italienischen Priesters Stefano Caprio und des polnischen Bischofs von Irkutsk, Jerzy Mazur zurückgenommen. Drei anderen katholischen Priestern – Jaroslaw Wisniewski und Edward Mackiewicz aus Polen und Stanislav Krajnik aus der Slowakei - wurde die Einreise verweigert. (Sta)

  • Datum 24.02.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3IS2
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