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Afrika

Erneut Kämpfe im Norden Nigerias

Im Norden Nigerias sind bei Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Mitgliedern einer islamischen Sekte mindestens 38 Menschen getötet worden. Dem Einsatz war ein Streit zwischen Banden der Sekte vorausgegangen.

Karte von Nigeria mit den eingezeichneten Provinzen Yobe und Borno, der Stadt Bauchi und der Hauptstadt Abuja --- DW-Grafik: Peter Steinmetz

Karte von Nigeria

Die Sicherheitskräfte waren am Montag (28.12.2009) eingeschritten, nachdem sich Nachbarn im nordnigerianischen Bundesstaat Bauchi über Predigten der Kala-Kato-Sekte unter freiem Himmel beschwert hatten. Rund 500 Mitglieder der islamischen Sekte hatten sich zuvor zu einer Prozession versammelt, als die Auseinandersetzung eskalierte. Zahlreiche Häuser wurden in Brand gesetzt. Nach den Kämpfen mit der Polizei wurden 20 Sektenmitglieder festgenommen und dutzende Macheten, Schwerter sowie Sprengstoff sichergestellt. Nigerianischen Medien zufolge soll unter den Toten auch der Sektenführer Malam Badamasi sein.

Blutige Kämpfe bereits im Juli

Soldaten und Gläubige vor einer Moschee in Jos, Nigeria (Foto: AP)

Religiöse Auseinandersetzungen bereits im Juli 2009

Die Sekte Kala-Kato ist eine radikalislamische Bewegung, die seit Jahrzehnten in mehreren Bundesstaaten im Norden Nigerias aktiv ist und mit Prozessionen ihre Ansichten öffentlich vertritt. Ähnlich wie die Sekte namens Boko Haram, der solche Predigten vor Monaten untersagt worden waren. Im Juli war es ebenfalls im Bundesstaat Bauchi zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Mitglieder dieser Gemeinschaft gekommen. Die Unruhen hatten sich über mehrere Bundesstaaten ausgedehnt. Damals waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.

Autorin: Stephanie Gebert (dpa, afp)

Redaktion: Thomas Latschan

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