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Aktuell Asien

Ermittler schließen Anschlag bei AirAsia-Absturz aus

Die Blackbox der abgestürzten AirAsia-Maschine ist intakt, die Gespräche der Piloten sind ausgewertet. Zwar geben die Ermittler noch keine Einzelheiten bekannt. Doch zumindest einen Terroranschlag schließen sie aus.

Bei einer ersten Auswertung der Flugdatenschreiber seien keine Anhaltspunkte dafür entdeckt worden, dass ein Terroranschlag die Ursache für den Absturz der AirAsia-Maschine Ende Dezember gewesen ist, sagte Nurcahyo Utomo, Ermittler bei der indonesischen Transportsicherheitsbehörde. Auf dem Cockpit-Rekorder seien nur die Stimmen der Piloten zu hören. Es seien "keine andere Person und keine Explosion" zu hören gewesen. Die "Möglichkeit eines Flugzeugschadens und menschliche Faktoren" stünden im Fokus der Untersuchung, sagte Utomo weiter.

Zwischenbericht Ende Januar

Zur Zeit des Unglücks am 28. Dezember herrschte auf der Flugroute Sturm. Das schlechte Wetter wurde von der Wetterbehörde als ein möglicher Faktor ins Feld geführt - obwohl andere Flugzeuge die Region problemlos passierten. Bei den Ermittlungen gehe es daher auch nicht um die Wetterbedingungen an sich, sondern darum, wie die technischen Systeme und die Piloten darauf reagiert hätten, sagte Utomo. Für den 28. Januar wurde ein Zwischenbericht angekündigt.

AirAsia QZ8501 war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya in Indonesien nach Singapur in die Javasee gestürzt. Der Pilot des Airbus A320 setzte keinen Notruf ab. An Bord des Billigfliegers waren 162 Menschen, die alle ums Leben kamen. Taucher fanden die Flugschreiber zwei Wochen nach dem Absturz im Meer. Bis Dienstag wurden 53 Leichen geborgen.

Fischer finden Cockpit

Fischer entdeckten unterdessen das Cockpit nahe der Stelle südwestlich von Borneo, an der auch der Rumpf der abgestürzten Maschine gefunden wurde. Taucher seien unterwegs, um herauszufinden, wie das Teil gehoben werden könne, sagte Einsatzleiter Suryadi Supriyadi. Auch der Rumpf ist noch am Meeresboden. Darin werden zahlreiche Leichen vermutet. Das Teil soll mit Luftkissen angehoben und mit einem Kran von einem Bergungsschiff aus an Bord gehoben werden. Das Wasser ist an der Absturzstelle etwa 30 Meter tief.

cr/gmf (dpa, afp)