Erinnerungen - Wie wir uns irren | Alle multimedialen Inhalte der Deutschen Welle | DW | 14.06.2018
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DokFilm

Erinnerungen - Wie wir uns irren

Kann man seinem Gedächtnis trauen? Forscher haben bewiesen: Nein. Es führt uns in die Irre, manipuliert und verfälscht Erinnerungen. Aber was bedeutet dies für unsere Identität, und wie lassen sich solche Fehler bekämpfen? Eine Reise in unseren Kopf.

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Das Erinnerungsvermögen täuscht von den ersten Lebensmomenten an: Kann man sich wirklich an seine Kindheit erinnern? Handelt es sich vielleicht um "Pseudo-Erinnerungen", rekonstruiert nach einem Foto oder den Erzählungen eines Verwandten? Die Wissenschaft weiß mit zunehmender Sicherheit: Das Gedächtnis irrt sich, aber noch öfter führt es in die Irre. Seiner Unzuverlässigkeit war man sich schon immer bewusst; neu ist jedoch, dass Erinnerungen absichtlich verfälscht und völlig unbemerkt manipuliert werden können. Dutzende international renommierte Forscher haben die Existenz "falscher" Erinnerungen bewiesen und erforschen die Mechanismen dieser "Verzerrung". Ihre neuesten Entdeckungen sind schwindelerregend: Kann man seinem Gedächtnis noch trauen? Wenn nein, was bedeutet dies für die Identitätsbildung? Wie bewertet man nun Erinnerungen an Tathergänge vor Gericht? Der Film zeigt auch, wie Wissenschaftler das Gedächtnis von Versuchstieren zielgerichtet manipulieren: So kann man Mäusen falsche Erinnerungen "einspritzen" oder traumatische Ereignisse aus ihrem Gedächtnis löschen. Eine Übertragung dieser Errungenschaften auf den Menschen wäre ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Gedächtniserkrankungen.