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Aktuell Kultur

Erinnerung an Hitler-Attentat verblasst

Vor 70 Jahren sollte Adolf Hitler sterben. Doch das Attentat - geplant von einer Gruppe um Graf von Stauffenberg – scheiterte. Laut einer Umfrage weiß nicht einmal die Hälfte der Deutschen, was am 20. Juli 1944 geschah.

"Wissen Sie, was am 20. Juli 1944 geschehen ist?" Nur 45 Prozent der Deutschen über 16 Jahren nannten das Attentat auf Adolf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Das gescheiterte Attentat, das sich an diesem Sonntag zum 70. Mal jährt, gilt als größter organisierter Widerstandsversuch gegen das NS-Regime. Laut der Studie des Instituts für Demoskopie in Allensbach hat vor allem die jüngere Generation wenig Ahnung von den Vorgängen damals.

Historiker verlangt neue Wege bei Darstellung von NS-Widerstand

Angesichts der verbreiteten Unkenntnis über den NS-Widerstand sind nach Einschätzung von Fachleuten neue Wege bei der Vermittlung historischen Wissens erforderlich. Gerade jungen Menschen müsse deutlich gemacht werden, wie wichtig Zivilcourage und Widerständigkeit seien, sagte der Leiter der Berliner Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Peter Steinbach, im Deutschlandradio Kultur. Historiker sollten sich wesentlich intensiver mit der Vermittlung des Geschehenen befassen, so der Wissenschaftler. Der NS-Widerstand sei "Stachel im Fleisch der deutschen Gesellschaft", unterstrich Steinbach.

Deutschlandweit wird an diesem Wochenende an das gescheiterte Hitlerattentat und den Widerstand vom 20. Juli 1944 erinnert. Am 70. Jahrestag des Umsturzversuchs hält Bundespräsident Joachim Gauck bei einer Feierstunde der Bundesregierung und der Stiftung 20. Juli 1944 die Festrede. Schon am Abend kommen die Gäste bei einem Empfang des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit zusammen.

az/ml (dpa/epd)

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