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Top-Thema – Podcast

Erinnern und wiedergutmachen – Aktion Sühnezeichen

Die Aktion Sühnezeichen bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich im Ausland zu engagieren. Junge Menschen können in Ländern, die unter der NS-Herrschaft gelitten haben, arbeiten und so um Vergebung bitten.

Ein junger Mann spricht mit einem alten Mann

Sühnezeichen: Jugendliche betreuen alte Menschen in Israel

Um Vergebung bitten und Versöhnung praktizieren – das ist das Ziel der Aktion Sühnezeichen. Seit 1958 bietet das christliche Hilfswerk jungen Menschen die Möglichkeit, sich in Ländern, die unter der NS-Herrschaft gelitten haben, zu engagieren.

Ein Jahr lang können die Jugendlichen freiwillig helfen. Sie betreuen Holocaust-Opfer und ehemalige Zwangsarbeiter. Sie begleiten Schulklassen bei Besuchen von Gedenkstätten und sorgen sich um den Erhalt der Gedenkstätten und jüdischer Friedhöfe. Außerdem unterstützen sie Flüchtlinge, psychisch Kranke und Menschen mit Behinderungen.

15.000 Jugendliche haben sich seit der Gründung der Organisation engagiert. Es kommen immer wieder neue hinzu. Doch die Motivation der Helfer hat sich mit der Zeit verändert, meint Andrea Koch von Aktion Sühnezeichen. "Beim letzten Lesen der Bewerbungen hat es mich etwas traurig gemacht, dass das Lernen von Sprachen immer wichtiger wird", sagt Koch. Ein Jahr als freiwilliger Helfer muss heute für viele junge Menschen in die Karriereplanung passen. Und auch die Idee des Sühnens ist nicht mehr jedermanns Sache.

Glossar

etwas wiedergutmachen – schlimme Taten wieder ausgleichen

sich engagieren – sich für etwas einsetzen

NS-Herrschaft, die – die Zeit, in der die Nationalsozialisten in Deutschland an der Macht waren, 1933 – 1945

Vergebung, die – das Verzeihen einer schlimmen Tat

Versöhnung, die – das Vertragen nach einem Streit oder Konflikt

praktizieren – tun; machen

Hilfswerk, das – eine Organisation, die Menschen in Not hilft

freiwillig – ohne Zwang; aus eigenem Willen

Holocaust, der – die Ermordung der Juden durch die Nationalsozialisten

Zwangsarbeiter/in, der/die – ein Mensch, der eingesperrt wird und gegen seinen Willen arbeiten muss

Gedenkstätte, die – ein Ort, der an ein schlimmes Ereignis oder eine wichtige Person erinnern soll

Flüchtling, der – jemand, der seine Heimat verlassen muss

psychisch – geistig

Behinderung, die – hier: eine körperliche oder geistige Einschränkung

Motivation, die – der Grund für jemanden, etwas zu tun

Karriereplanung, die – die Vorstellung, die man von seiner Entwicklung im Beruf hat

Sühnen, das – die Buße; das, was man tut, um ein Unrecht wiedergutzumachen

etwas ist nicht jedermanns Sache – etwas wird nicht von jedem gemocht


Fragen zum Text

Das Ziel der Aktion Sühnezeichen ist es, …

1. Sprachen zu vermitteln.

2. um Vergebung zu bitten und Versöhnung zu praktizieren.

3. andere Länder zu erforschen.

Wie viele Jugendliche haben sich seit der Gründung bei Aktion Sühnezeichen engagiert?

1. 15.000 Jugendliche

2. 50 Jugendliche

3. 150 Jugendliche

In welchen Ländern engagieren sich die Helfer von Aktion Sühnezeichen?

1. in Ländern, die unter der NS-Herrschaft gelitten haben.

2. in sehr armen Ländern.

3. in Ländern, in denen es viele Naturkatastrophen gibt.

Arbeitsauftrag

Viele junge Menschen verbringen heutzutage ein Jahr im Ausland, um eine Sprache zu lernen, um zu helfen oder um zu arbeiten. Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Jahr in einem anderen Land verbringen. Welches Land würden Sie sich aussuchen und was würden Sie dort tun? Schreiben Sie sich Stichpunkte auf und erzählen Sie anschließend Ihrer Klasse, wie Sie ein Jahr in einem Land Ihrer Wahl verbringen würden.

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